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Hewlett-Packard kommt mir erstmal nicht mehr ins Haus

Folgende Mail wollte ich eben an den HP-Support schicken:

Hallo,

genau genommen ist das keine Supportanfrage sondern eine Beschwerde. Genaugenommen nicht mal das, sondern Ausdruck meines Ärgers.

Ich habe einen CP1700PS. Ein toller Drucker. Nicht billig, aber ich wollte was “gescheites” und vor allem einen Drucker, den ich nicht ĂĽber die Tinte bezahle, sondern direkt, und dieser ist meiner Meinung nach sein Geld wert. Ich bin sehr zufrieden. Das heiĂźt: ich war.

Denn vor einigen Tagen druckte er plötzlich nicht mehr. Er behauptete von einem Tag auf den anderen, dass “die schwarze Tinte abgelaufen” sei. Abgelaufen? Ja und? Und warum druckt das Teil nicht, obwohl eben jene schwarze Tinte noch 1/4 voll ist? Abgelaufen?

Was ist heute an dieser Tinte so gefährlich, was einen Tag vorher noch nicht zutraf, dass nicht wenigstens noch ein paar Tage oder Wochen weitergedruckt werden kann, wegen mir “ohne Garantie”??? Nein, was einen Tag vorher noch prima funktionierte weigert sich heute komplett.

Was bitte passiert schlimmes, wenn “abgelaufene Tinte” noch ein paar Tage oder Wochen weiterverwendet wird, wenigstens (so man “garantierte” Qualität haben wollte) bis man Gelegenheit hat, eine neue Patrone zu besorgen? Denn auf Vorrat lege ich mir ja keine hin, denn zumindest den Hinweis, dass Patronen “bis zum blabla-Datum installiert” werden wollen habe ich ja schon zufällig mitbekommen, sonst mĂĽsste ich mich wahrscheinlich grad noch mehr ärgern, da ich mir damals sonst gleich zwei Patronen geholt hätte. Aber wer bitteschön soll da drauf kommen, dass eine Patrone von einem Tag auf den anderen verkĂĽndet “abgelaufen” zu sein?

Wie gesagt: was passiert da schlimmes, bei Weiterbenutzung? Fangen die Ausdrucke an zu stinken? Wird alles grĂĽn? Oder was?

Wenn ich meine Kaffeemaschine noch tagelang weiterbenutze ohne den gewünschten Entkalkungslauf zu machen, wenn dieser angezeigt wird, mache ich das auf eigenes Risiko und vielleicht auch unter Verlust der Garantie - aber ich KANN es, wenn ich das will. Ist nämlich meine Kaffeemaschine, habe ich bezahlt und kann damit so riskant umgehen wie ich will. Hier aber werde ich von einem Tintenpisser entmündigt!

Ich habe den Drucker gekauft, ich habe volle Patronen gekauft, in der Absicht, sie erst zu wechseln, wenn sie leer oder tatsächlich kaputt sind, und nein, ich lese kein Kleingedrucktes von solch simplen Dingen wie Tintenpatronen, da ich nicht damit rechne, dass etwas simples wie Tintenpatronen Einschränkungen in den Nutzungsbedingungen haben, die unter Umständen, die rein theoretisch sind, von einem Tag auf den anderen, ohne Vorwarnung, verhindern, dass ich etwas ausdrucken kann, obwohl technisch alles in Ordnung ist!

Nach ein paar Tagen hatte ich nun endlich die Gelegenheit, eine schwarze Patrone zu holen. Ich stecke die also rein und schalte das Gerät an, und was passiert?

JETZT IST ES DIE VERDAMMTE GELBE PATRONE, DIE “ABGELAUFEN” IST! Ich glaub ich spinne! Jetzt ist Wochenende, und ich muss Zeug drucken und kann das nicht, weil HP einen Zeitschalter in seine Patronen einbaut, der den Drucker lahmlegt, obwohl es dazu keinerlei technischen Grund gibt! Gäbe es den, hätte der Drucker einen Tag vor dem Ausfall nicht noch 1a Ausdrucke gemacht. Und ich steh da und kann nicht drucken!

Am Montag kaufe ich dann eine gelbe Patrone, stecke die rein und dann kommt die nächste Patrone und meldet den plötzlichen Zeitschaltuhrtod? Auf dass ich Mittwoch nochmal losrennen darf? Und dann am Donnerstag oder Freitag nochmal? Weil ich ja auch nicht mal eben einen kompletten Satz holen kann, weil man ja Angst haben muss, dass eine Patrone doch nicht so schnell “abläuft” und ich mit meiner Vorrats-Patrone dann wieder schön doof dasteh?

Wenn die Patronen sooo “schlau” sind, kann dann nicht eine Meldung kommen, die vorwarnt, dass man vielleicht schauen sollte, dass man das Teil in den nächsten 6 wochen aufbraucht? Oder eben, noch besser, eine Weiterbenutzung auf eigene Gefahr und unter keinerlei Garantie erfolgt? HP kann mir doch nicht von jetzt auf nachher mal eben ohne echten Grund den Drucker, den ich gekauft habe, lahmlegen? Ich benutze das Teil beruflich! Da ist das richtig toll, sein Arbeitsgerät mal eben abgeschaltet zu bekommen.

Leute, ich fĂĽhle mich sowas von verscheiĂźert, das glaubt ihr nicht! Ich habe diesen Drucker immer empfohlen, und auf diese Empfehlung hin haben auch ein paar meiner Freunde und Kollegen diesen Drucker angeschafft.

Das bereue ich nun. Und werde diesen Drucker wie ĂĽberhaupt HP-Drucker nicht mehr weiterempfehlen, da ich davon ausgehen muss, dass auch andere HP-Drucker irgendwelche Kleingedruckten-Ă„rgernisse mit sich bringen, wenn es sogar einer tut, der als “Profi-Gerät” gelten darf. FĂĽr so einen Quatsch ist die Kiste - und auch die Tinte - zu teuer.

GruĂź vom Ex-HP-Kunden
Sven Scholz

Schön, dass die Meldung, dass man “ein Problem mit dem Mail-System” habe erst kommt, wenn man seinen ganzen Kram eingegeben hat und auf “absenden” gedrĂĽckt hat. Da kommt Freude auf, völlig fĂĽr die Katz einen Haufen Text getippt zu haben. Wenn dann noch als “Alternative” angeboten wird, entweder HandbĂĽcher downzuloaden oder zu chatten, aber bei den unterstĂĽtzten Geräten im Chat meiner nicht dabei ist dann habe ich die Nase nun langsam wirklich voll.

Hau’ ich die Mail also unter “sonstiges” rein, nur um dort wieder auf ein Problem zu stoĂźen: diesmal ist der Text zu lang. Na gut, mach ich eben einen “offenen Brief” draus und klebe nach der Hälfte den Link hierher dran.

Ich bin sowas von genervt!

Nachtrag: Mist, woanders scheints auch nicht besser zu sein - u.U. sogar schlimmer? (via)

Nachtrag2: Hier steht, wie man die Kiste wieder zum Laufen bringt. Ohne die Patrone zu wechseln. Nämlich.

19 Kommentare »

  1. Boris meint dazu:,

    12. January, 2008 @ 20:28

    Du machst das ganz falsch.

    Wenn der Drucker den Betrieb verweigert, weil eine Patrone angeblich abgelaufen ist, dann will dir das klar sagen, dass du den Drucker samt aller Patronen wegwerfen und sofort einen komplett neuen Drucker kaufen musst.

    So ist das gedacht. Drucker und Patronen sind als untrennbare Einheit zu verstehen. So etwa wie PET-Einweg-Wasserflaschen, die man auch sofort nach einmaligem Gebrauch entsorgt. (Das Material der Druckergehäuse ist inzwischen ja praktisch so etwas wie dieses dürre Flaschen-PET)

  2. Sven meint dazu:,

    12. January, 2008 @ 20:40

    Wenns so ein ĂĽblicher Billigdrucker wäre, der die Hälfte seiner Patronen kostet wĂĽrde ich dir zustimmen. Das Teil aber kostete einen reellen Preis - der war nicht billig. Wie gesagt: ist ein “professionelles” Gerät. Dachte ich jedenfalls mal…

  3. Your printer is expired « More shameless remarks by Larko meint dazu:,

    13. January, 2008 @ 1:44

    […] Your printer is expired Sven is pissed off  because his HP CP1700PS printer was blocked. There was nothing wrong with the printer but the black ink cartridge was expired. Apparently, HP does not allow you to print after the expiration date of a cartridge although there still is ink left in the cartridge. Sven’s mood did not get any better when he replaced the cartridge just to detect that the printer would still not do any printing because now the yellow ink cartridge had expired. As icing on the cake, HP’s support site refused to swallow Sven’s letter of complaint. […]

  4. StoiBär meint dazu:,

    13. January, 2008 @ 13:06

    Stell doch mal das Systemdatum zurück. Damit kannst Du die Software sicherlich erstmal überlisten um an Deine benötigten Drucke zu kommen.

  5. Sven meint dazu:,

    13. January, 2008 @ 13:47

    Das hab ich natĂĽrlich als erstes probiert. Hat nicht funktioniert. Der Chip auf der Patrone ist zu schlau :-(

  6. Jens Scholz meint dazu:,

    15. January, 2008 @ 18:10

    richtig, einmal expired und das ding ist unbrauchbar…

  7. pantoffelpunk meint dazu:,

    17. January, 2008 @ 0:17

    Alter Finne, bei

    Hier aber werde ich von einem Tintenpisser entmĂĽndigt!

    habe ich allerherzlichst gelacht (schon vor Tagen, btw.). Thx.

  8. pantoffelpunk meint dazu:,

    17. January, 2008 @ 0:24

    Ăśnerhaupt: Ich nutze beruflich einen Zebra Kartendrucker. Der hatte einen Fehler und hat bei einem halb vollem Thermodruck-Farbband “Ribbon zu Ende” gemeldet. Ging nicht zu beheben, also neues eingelegt und weitergedruckt. Bei diesem Band das selbe Phänomen: Nach der Hälfte hat der Drucker das Band als “fertig” deklariert. Ich habe fĂĽmpf Farbbänder bis etwa zur Hälfte verbraucht, dann hatte ich den Auftrag so gut wie erledigt und konnte den Drucker einschicken. Der wurde repariert, alles paletti jetzt, aber die halben Farbbänder kann ich nicht mehr benutzen, weil der Drucker eine Seriennummer auf der Rolle ausliest und den jeweiligen Status des Bandes auf einem Chip speichert, de nicht gelöscht werden kann - damit man keine Fremdbänder nutzen kann. Heute habe ich dann 5 halb volle Farbbänder wechgeschmissen. Saupillermannärsche.

  9. Sven meint dazu:,

    17. January, 2008 @ 9:36

    Na super. Von “Kulanz” als Mittel zur Herstellung von Kundenzufriedenheit und -bindung haben die auch noch nix gehört, scheints?

    Aber die gelbe Patrone ist da, mal schaun, was heute abend passiert, wenn ich die reinstecke. Sicherheitshalber datiere ich den PC mal ein viertel Jahr zurĂĽck, vielleicht lassen sich die Patronen, die noch taten als der Drucker das letzte Mal an war, ĂĽberlisten…

  10. thursa meint dazu:,

    19. January, 2008 @ 15:40

    Mist… jetzt weiĂź ich, welcher Sache mein Billig-Epson letztes Jahr erlegen ist. :-| |

  11. Gäääähn : Angriff auf die Urteilskraft meint dazu:,

    24. January, 2008 @ 9:25

    […] Zum Beispiel bei Sven Scholz: Hewlett-Packard kommt mir erstmal nicht mehr ins Haus, sagt der. Und ich kann das bestens nachvollziehen. […]

  12. Jens Scholz meint dazu:,

    24. January, 2008 @ 15:34

    gesehen? http:/ /www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,530437,00.html

  13. Sven meint dazu:,

    24. January, 2008 @ 16:44

    ah, -> das ist interessant.

    Danke, werde mich mal auf die Suche nach dieser Batterie-Abklemm-Lösung machen… :-)

  14. Sven meint dazu:,

    24. January, 2008 @ 16:51

    Hab was: -> Link - werde ich mal ausprobieren, sobald das Problem wieder auftaucht :-)

  15. wiedmann meint dazu:,

    23. February, 2008 @ 0:32

    hi, ich habe einen hp laserjet 5 geschenkt bekommen. sind zwar grosse kisten, aber astreines druckbild. bin voll zufrieden.besser als tintengeräte.kein generve mehr mit patronen.toner schwarz(30€)reicht für 2500 seiten. ich hatte schon mehrere tintenstrahldrucker. alles müll.wer braucht schon farbige ausdrucke? bis du mal einen willst, ist eh alles eingetrocknet.
    wiedmann

  16. Sven meint dazu:,

    23. February, 2008 @ 15:34

    Ich brauche farbige Ausdrucke - wenn ich ein corporate design entwickle ist schwarz-weiĂź auf Dauer langweilig ;-)

    Einen S/W-Laser habe ich auch, fĂĽr TextwĂĽstenauswĂĽrfe etc. - wahrscheinlich brauche ich deshalb soweing Tinte, weil ich den Tintenpisser wirklich nur nutze, wenn ich Farbe brauche.

  17. sven scholz - sagichdoch? » Abgelaufene CP1700 Tintenpatronen von Hewlett Packard wieder zum laufen bringen meint dazu:,

    29. February, 2008 @ 1:17

    […] Nachdem ich mich letztens mit meinem Drucker, ein HP cp1700 Tintenpisser, herumärgern musste, weil er meldete, dass die Tintenpatronen “abgelaufen” seien und die Arbeit verweigerte, obwohl jene Patronen noch zu mindestens einem Viertel voll waren, so dass ich Patronen austauschen musste, die einen Tag vorher noch klaglos funktioniert hatten, habe ich ĂĽber die Kommentare zu meinem letzten Eintrag zu dem Thema in einem Forum eine Lösung gefunden, die ich jetzt ausprobieren konnte, weil die nächste Patrone glaubte, mich verscheiĂźern zu können. Der CP1700 hat eine eingebaute Batterie, die wohl sowas ähnliches ist wie die Batterie in einem Mainboard. Die versorgt offensichtlich einen Chip mit Strom, der Zeit “zählt” oder sich merkt, wann Patronen gewechselt wurden oder was auch immer der tut, um dafĂĽr zu sorgen, funktionierendes Gerät einfach abzuschalten - und den man durch Abklemmen der Batterie wieder zurĂĽcksetzen kann. […]

  18. Gäääähn | Enzyklopädie der Kritischen Masse meint dazu:,

    18. June, 2008 @ 8:15

    […] Zum Beispiel bei Sven Scholz: Hewlett-Packard kommt mir erstmal nicht mehr ins Haus, sagt der. Und ich kann das bestens nachvollziehen. […]

  19. Lydidydi meint dazu:,

    17. August, 2008 @ 11:59

    Hallo lieber Sven,weil ich gerade ein ähnliches Problem mit meinem Drucker habe und ENDLICH eine handfeste Adresse von dieser ***-Firma HP in Böblingen gefunden habe und mein Beschwerdebrief dort hinschicken werde, habe ich mir erlaubt, Deinen Brief auch glich mit auszudrucken und mit allen kommentaren die dran hängen einzureichen…
    hier eine Adresse fĂĽr den Fall das “Mitleidende” eine Beschwerde einreichen möchten: (bitte schreibt ALLE Euren Frust von der Seele, auch wenn sich diese Dame möglicher WEise genau so unzuständig fĂĽhlt, wie alle Mitarbeiter von HP die ich bisher kontaktieren durfte… ich bin sicher, die Email-Adresse (MAIL: firmen.kunden@hp.com) wird keine beschränkten zeichen erfassen und irgendwer MUSS reagieren!

    FRAU BIANCA CLAUSNITZER
    UNTERNEHMENSKOMMUNIKATION
    HEWLETT-PACKARD GMBH
    HERRENBERGER STRASSE 140
    71034 BĂ–BLINGEN
    TEL: 07031/14-1789
    MAIL: firmen.kunden@hp.com

    Viel Erfolg!
    Eine Leidensgenossin
    P.S.: ich verweigere eine E-Mail Beschwerde, weil ich mittlerweile SEHR geizig mit meiner IP-Adresse umgehe! Ich schick den Brief mit Einschreiben!

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