Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:

Abgelaufene CP1700 Tintenpatronen von Hewlett Packard wieder zum Funktionieren bringen

Nachdem ich mich letztens mit meinem Drucker, ein HP cp1700 Tintenpisser, herumärgern musste, weil er meldete, dass die Tintenpatronen “abgelaufen” seien und die Arbeit verweigerte, obwohl jene Patronen noch zu mindestens einem Viertel voll waren, so dass ich Patronen austauschen musste, die einen Tag vorher noch klaglos funktioniert hatten, habe ich über die Kommentare zu meinem letzten Eintrag zu dem Thema in einem Forum eine Lösung gefunden, die ich jetzt ausprobieren konnte, weil die nächste Patrone glaubte, mich verscheißern zu können.

Der CP1700 hat eine eingebaute Batterie, die wohl sowas ähnliches ist wie die Batterie in einem Mainboard. Die versorgt offensichtlich einen Chip mit Strom, der Zeit “zählt” oder sich merkt, wann Patronen gewechselt wurden oder was auch immer der tut, um dafür zu sorgen, funktionierendes Gerät einfach abzuschalten - aber den man durch Abklemmen von der Stromversorgung wieder zurücksetzen kann.

Ich erlaube mir hier im Folgenden, eine ausführliche Anleitung mit ein paar Fotos zum Besten zu geben, wie man es anstellt, dem HP cp1700, bzw seine Tintenpatronen, wieder zum Laufen zu kriegen, wenn diese(r) die Arbeit wegen “abgelaufener Tintenpatronen” glaubt verweigern zu müssen. Denn ich halte es nach wie vor für eine Frechheit, dass mich Hewlett-Packard scheinbar zwingen will, funktionierende Geräteteile, für die ich Geld bezahlt habe, gegen neue auszutauschen, obwohl sie noch prima funktionieren. Würden.

Wenn man folgendes tut, sobald der Drucker “abgelaufene” Tintenpatronen glaubt, melden zu müssen, wird der Zähler offensichtlich wieder auf Anfang gesetzt und die Patrone kann weiterbenutzt werden, als ob nichts gewesen wäre. (Das ist dann nebenbei wohl auch billiger, als sich völlig unnötig bei EBay für 40 Euro einen Wechselchip für die Patronen zu kaufen - genau genommen ist es wohl sogar dämlich, dies zu tun, denn diese Methode hier funktioniert prima und kostet keinen Cent) :

Zunächst mal: Netzstecker ziehen.

Dann die Batterie suchen. Eine Taschenlampe ist u.U. hilfreich, je nachdem, wo die Kiste rumsteht, ist das schon eine recht dunkle Ecke: Die Batterie erreicht man von oben, wenn man die Klappe öffnet: gute 15 cm tief innen zur linken Seitenwand des Druckers hin auf einer hochkant stehenden Platine. Sie ist garnicht mal klein, ich war überrascht, die hat einen Durchmesser von ca. 2cm. Trotzdem nicht unknifflig, da sie ein wenig hinter den Führungen des Schlittens und deren Begrenzungsblechen versteckt ist.

cp1700

Mit einer dünnen, aber festen Pappe oder etwas flexiblem flachem aus Plastik (Ich habe die Plastik-Deckseite einer Art Schnellhefter genommen), das man L-förmig zurechtgeschnitten hat oder in das man ein 5-10mm breites Loch geschnitten hat, kann man sich parallel zu dieser Platine über der Batterie vorbeihangeln und von der Hinterseite Richtung Vorderseite das Teil mit sanftem Druck unter die laschenförmige Metallklammer, die die Batterie hält, ziehen und damit den Kontakt der Batterie, nicht anderes ist diese Lasche, unterbrechen.

Auf dem Foto ist das erst von links nach rechts drüber weg (hinter dem weiter vorn im Weg rumstehenden Blechteil, drum muss das auch etwas flexibel sein oder gleich schon etwas angewinkelt) und dann vorsichtig unter die Lasche einhaken und wieder nach links zurück ziehen, bis die Pappe/das Plastikteil, zwischen Kontakt und Batterie geschoben, eben den Kontakt unterbrochen hat.

Das ist ein bisschen Pfriemelei, klappte aber mit etwas Geduld überraschend schnell.

cp1700 batterie

Das lässt man dann so ein gutes Stündchen so. Wenn man die Unterbrechung dann wieder beseitigt und den Drucker wieder ans Netz hängt und anschaltet, erkennt er den Füllstand der Patronen (was wichtig ist, denn zu leer dürfen die auch nicht werden, sonst ist der Druckkopf am Arsch, wenn der Luft zieht, weil der Drucker dachte, er hätte noch was im Tank) , aber nicht mehr ihr Alter - und druckt, als wäre nie was gewesen.

P.S.: ich habe bislang von HP keine Antwort auf meinen Brief bekommen. Auch eine Form, den Wert, den man seinen Kunden zubilligt, zum Ausdruck zu bringen, denk ich da mal.


30 Kommentare »

  1. Boris meint dazu:,

    29. February, 2008 @ 10:50

    Dieser Wert ist doch genau bezifferbar: Kaufpreis des Druckers plus Kaufpreis der bisher genutzten Patronen.

    Noch genauer: Die Anteile dieser Preise, die auf das Konto des Herstellers wandern.

    Mehr Wert ist da nicht.

  2. Sven meint dazu:,

    29. February, 2008 @ 10:54

    Ja, wenn man missachtet, dass dieser Kunde kommuniziert… ;-)

  3. Ulli meint dazu:,

    28. March, 2008 @ 13:42

    Danke für diese Info.
    Ich ärgere mich ständig mit diesem Drucker herum. HP gibt keine Antwort

  4. Gerd meint dazu:,

    11. April, 2008 @ 8:40

    Habe es ausprobiert, funktioniert !
    Von einem Tag auf den anderen verweigerte der Drucker mit der Meldung, die schwarze Patrone sei abgelaufen. Ich habe die Andruckfeder von der Batterie, von der ich bis dahin gar nicht wusste das es sie gab, so isoliert: Einen ca 1 cm breiten und 8 cm langen Hartplastikstreifen (von einer alten Scheckkarte abgeschnitten) mit einem Feuerzeug warm gemacht und ca. 3 cm L-förmig abgebogen. Dieses Stück zwischen Andruckfeder und Batterie geschoben und 2 Std. gewartet.
    Plastikstreifen rausgezogen, Drucker eingeschaltet, keine Meldung mehr von abgelaufener Patrone. Vielen Dank !

  5. Sven meint dazu:,

    11. April, 2008 @ 15:45

    Eine alte Scheckkarte ist eine gute Idee, stimmt, das dürfte richtig schön stabil sein :-)

  6. Ferdinand meint dazu:,

    16. April, 2008 @ 12:03

    Ich musste heute morgen mit meinem cp 1700 wichtige Pläne drucken, ging aber nicht (Anzeige Patrone abgelaufen), bin bei der Google Suche nach einem schnellen Lieferanten auf dieser Seite gelandet.

    In 7 Minuten war alles erledigt:
    1.) Netzstecker ziehen
    2.) Oberer Deckel öffnen
    3.) Kleine Taschenlampe reinlegen
    4.) Schnellhefterblechstreifen mit Tesa-Film isolieren
    5.) Isoliertes Blech zwischen Andruckfeder und Batterie stecken
    6.) 5 Minuten warten
    7.) Streifen raus, Deckel zu, Netzstecker rein, Drucker an, drucken…..

    Absolut klasse, der Tintentank ist original und noch 2/3 voll da ich das meiste mit Farblaser (DIN A4) drucke!
    Vielen Dank für den Hinweis, so wird hp vielleicht begreifen, daß man nicht für jeden Mist Geld verdienen kann.

  7. rollinger meint dazu:,

    24. April, 2008 @ 13:52

    HAHAHA ist nicht wahr? Ist ja wie bei Wartungsintervall von BMW oder Joghurt.
    Abgelaufene Druckerpatrone! iiii die riecht ja schon komisch.

  8. tomek meint dazu:,

    2. June, 2008 @ 21:17

    geile sache, hab das selbe problem und werde es ausprobieren wie ihr! merci!

  9. Stierman meint dazu:,

    16. June, 2008 @ 10:42

    Danke für den Tip, funktioniert prima. Am liebsten würde ich meinen (ansonsten wirklich guten) CP den Jungs von HP vor die Tür werfen. Abgelaufene Tintenpatronen sind eine Riesenfrechhei!!!!!

  10. Helmut N meint dazu:,

    16. June, 2008 @ 13:31

    Weiß jemand wo sich diese Batterie beim HP Inkjet 2280tn befindet?

  11. jens meint dazu:,

    3. October, 2008 @ 15:00

    Hallo,
    habe das selbe Problem mit den Patronen. Allerdings einen Officejet K80. Da finde ich leider keine Batterie.

    Eine Fehlermeldung zeigt er auch nicht. Die Kiste bringt halt nichts aufs Papier.
    Eine Patrone hat Ablauf Juni 2007 die andere ist noch ein bischen älter.

    Aber beide neu aus der Verpackung raus. Krieg ich die noch zum laufen?

  12. Uwe meint dazu:,

    1. December, 2008 @ 19:26

    Hallo,

    ich möchte mich für den Tip bedanken. Nach 10 Minuten lief der Drucker wieder.

  13. Sven meint dazu:,

    2. December, 2008 @ 12:02

    Gern geschehn :-)

  14. Michael meint dazu:,

    28. December, 2008 @ 13:28

    Hallo,
    der Tipp ist super. Nach Unterbrechung von ca. 5 Minuten war die “abgelaufene Tintenmeldung” weg.

    danke

  15. floppy meint dazu:,

    13. January, 2009 @ 12:10

    super tip, vielen dank. hatte mich schon angefangen zu ärgern.

    mfg

  16. by meint dazu:,

    14. February, 2009 @ 12:31

    Danke für diesen genialen Tip . Ich wär heut morgen auch fast ausgerastet ,
    aber hab zum Glück deine Anleitung gefunden und nach 5 Minuten konnte
    es weiter gehen .

    Danke nochmals.

  17. Dirk meint dazu:,

    3. March, 2009 @ 13:22

    Tolle Idee, den Tipp hier zu posten, hat auch mir geholfen - vielen Dank!!
    Ist schon echt ‘ne Frechheit, was sich HP da leistet.

  18. Dirk meint dazu:,

    3. March, 2009 @ 13:28

    Tolle Idee, den Tipp hier zu posten, hat auch mir geholfen - vielen Dank!!
    Ist schon echt ‘ne Frechheit, was sich HP da leistet.

    Übrigens, wenn man den Drucker einschaltet, während die Batterie noch unterbrochen ist, prüft der Drucker die aktuellen Tintenstände selbstständig. Insofern läuft man m.E. nicht Gefahr, mit leeren Patronen die Druckköpfe zu beschädigen.

  19. Sven meint dazu:,

    3. March, 2009 @ 13:40

    Hi Dirk,

    das ist garnicht nötig, denn das macht er auch mit wieder aktivierter Batterie. Ich hatte es oben auch zur Beruhigung erwähnt, falls wer Angst haben könnte - Die Datumsprüfung ist offensichtlich nicht gekoppelt mit irgendwelchen anderen (sicherheitsrelevanten) Funktionen, so dass da zum Glück wirklich nichts zu befürchten ist :-)

  20. Birgit meint dazu:,

    23. April, 2009 @ 12:47

    Ich liebe das Internet! So konnte ich zu dieser detaillierten und hilfreichen Anleitung finden. Problem gelöst. Danke für die Arbeit, Anleitung und Fotos einzustellen.

  21. René M. meint dazu:,

    5. August, 2009 @ 15:44

    Vielen Dank für den Post!!!
    Obwohl es etwas ein gefriemel war (mit meinen Metzgerhänden) hat es gut geklappt… - ein PROSIT auf die nette HP :-(
    Hatte mich schon fast ziemlich aufgeregt…
    Grüsse aus der Schweiz

  22. Alv meint dazu:,

    31. August, 2009 @ 12:21

    Wozu wird diese Batterie denn überhaupt gebraucht?
    Kann man die nicht komplett entfernen oder ständig unterbrechen?

  23. Maegg meint dazu:,

    30. October, 2009 @ 16:27

    Wozu wird die Batterie gebraucht? - Keine Ahnung. Ich habe den Versuch gewagt und die Batterie gar nicht erst wieder eingesetzt. Siehe da: Der Drucker druckt und weiss nichts mehr von abgelaufenen Patronen! Mal schauen, ob es anhält oder bald eine Meldung kommt, dass die Batterie fehlt und das Datum nicht geprüft werden kann :-)

    Danke jedenfalls für diesen Post, hat ein Ärgernis in Luft aufgelöst!
    (Bei dieser Radikalmethode einfach dran denken, die Batterieklemmen zu trennen, d.h. einen Karton oder irgendwas dazwischen schieben.)

  24. Hannes meint dazu:,

    29. November, 2009 @ 20:27

    Hallo,

    Na, Ja, was soll ich dazu sagen.
    Ich habe ein großes Problem gelöst mit dieser Internetseite!
    D A N K E dafür !!!
    Ich hab sehr viel unnötiges Geld ausgegeben und die größte Gemeinheit ist, daß man beim Kauf nicht informiert wird darüber !

  25. Rudi meint dazu:,

    22. December, 2009 @ 17:54

    D A N K E
    Hat super geklappt; toll daß es so hilfreiche Menschen gibt.
    Mich freut es sehr, diese miese Masche der Druckerhersteller zu umgehen.
    Ich quittiere dies gewiss mit zukünftig anderen Herstellern (Canon …), die sowas nicht nötig haben.

  26. Sascha meint dazu:,

    8. January, 2010 @ 16:14

    SUPER! Bei mir hats auch funktioniert. Wenn ich denke, was wir früher Patronen entsorgt haben die auf Vorat in der Firma gekauft wurden …. mir wird ganz schlecht!

  27. Daniel meint dazu:,

    8. February, 2010 @ 22:25

    Und noch ein sehr zufriedener Leser dieses Blogs! DANKE vielmals für den gut beschriebenen Hinweis. Hat auch bei uns geklappt!

  28. Uta meint dazu:,

    18. February, 2010 @ 17:06

    Vielen Dank.Auch uns hat diese Seite sehr geholfen.Wir haben einen Officejet 7130.Sehr gute Beschreibung,wir mußten zusätzlich nach dem “Neustart” die Druckerpatrone einmal entnehmen und sofort wieder einsetzen,dann hat alles reibungslos funktioniert.

  29. Hans Werner Weber meint dazu:,

    2. March, 2010 @ 15:56

    Vielen Dank für diese tolle Info.
    Ich habe einen CP 1700 gebraucht geschenkt bekommen. Den Drucker wollte ich schon auf die Müllkippe bringen. Dank dieser Info
    habe ich mich anders entschieden. Jetzt behalte ich den Drucker und feue mich über die niedrigen Verbrauchskosten , die der CP 1700 jetzt hat.
    Grüße an alle , die das auch erleben können.

  30. Komarek Peter meint dazu:,

    6. May, 2010 @ 21:33

    Ich schließe mich dem immer größer werdenden “Sven Scholz”-Fankreis an.

    Gestern Abend erfreute mich mein cp 1700 mit der fröhlichen Verfallsdatumsmeldung. Heute Nachmittag stolperte ich über diese HP und probierte es heute Abend aus. Ich habe für 15 Minuten den Batteriekontakt unterbrochen und konnte so die halb volle Magenta-Patrone zum regulärem weiterarbeiten bewegen.
    Schön, daß die Füllstände weiterhin korrekt angezeigt werden.

    Schönen Abend und nochmals vielen Dank

RSS feed for comments on this post · TrackBack URI

Schreib einen Kommentar

Sollte ein Kommentar nach dem Abschicken nicht gleich auftauchen, ist er in die Moderation gerutscht (z.B. weil ein Link drin ist, es der erste Kommentar seit längerer Zeit ist oder Javascript ausgeschalten ist). Ich bitte um Verständnis (und etwas Geduld bis zur Freischaltung), dass das passieren kann, da ich den Spamfilter sehr scharf justiert habe, um Maßnahmen wie Captchas oder ähnliches zu vermeiden. Ich gönne keinem Spamkommentar auch nur eine Sekunde Onlinezeit, da geh' ich lieber hin und schalte "gute" Kommentare zwischendurch mal von Hand frei. Lieber etwas Arbeit für schöne Sachen als viel Arbeit mit irgendeiner Scheiße...