Singvøgel

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Ich spiele Schlagzeug und diverse Percussions, seit Mitte der 80ger. Und seit 2006 mit Karan und Duke in der Band Singvøgel, für die ich auch arrangiere und sogar auch hin und wieder etwas komponiere.

Mit Singvøgel habe ich inzwischen 4 Alben aufgenommen – zwei davon noch im technisch etwas holprigen „Homerecording“-Modus, aber die dritte, „JETZT“, zum zehnjährigen Bestehen der Band im Jahr 2012, und die aktuelle WESTWIND, wurden professionell produziert von Ingo Vogelmann, einem absolut tollen Musiker, außergewöhnlichem DJ und lieben Freund.

Ja, ich promote meine Band auch hier in meinem Blog, denn ich finde, unsere Musik hat das verdient. Ich bin stolz und glücklich, mit zwei absolut außergewöhnlichen Songwritern zusammenarbeiten zu dürfen, deren Textqualitäten weit jenseits allem liegen, was man so im Dudelfunk an den Kopf geworfen bekommt. Als die beiden mich 2006 in die Band holten, nach vier Jahren Duo, musste ich deshalb nicht lang überlegen.

OK, ich habe doch lange überlegt, denn das erste Mal fragten sie mich schon um 2004 herum, aber dass ich so lange zögerte lag nicht an den Kompositionen oder Texten, sondern an mir: ich sage solchen Dingen, die andere in Abhängigkeiten zu mir setzen, nur dann zu, wenn ich auch sicher bin, dass ich das wirklich durchziehen kann. Es nützt niemandem, wenn ich etwas zusage, das ich am Ende selbst nicht einhalten könnte. 2006 jedenfalls war es dann soweit. Nach 13 Jahren spielte ich wieder in einer Band – und hatte seit Jahren das erste Mal wieder das Gefühl, etwas zu machen, was mir entspricht und das ich „bin“.

Wir tingelten durch die Gegend, Clubs, kleine und größere Festivals, auch mal Demos und Charity-Gigs, wo es um Dinge geht, die uns am Herzen liegen. Die Songs wurden musikalischer, instrumenteller, Karans und Dukes sehr veschiedenen Stile verschmolzen zu einem Sound und einer Identität, die unsere Songs inzwischen eindeutig als „Singvøgel“ erkennbar macht, einzeln zueinander und zusammen überhaupt. Ich liebe Abwechslung und ich liebe Herausforderungen, und bei den Singvøgeln habe ich diese große Bandbreite zwischen Dukes und Karans Songs einerseits und die Herausforderung, diese im Rohzustand meist sehr eigenen Songs zu eindeutigen „Singvøgel-Songs“ zu machen, ohne ihnen ihre Individualität zu nehmen.

Singvøgel – Dea Dia – offizielles Video from Singvøgel on Vimeo.

Ich denke, dass das genau mein Beitrag zur Band ist, eben das zu erreichen: aus Dukes und Karans sehr speziellen Liedern, ihrer Poesie und ihren völlig konträren musikalischen Backgrounds authentische Singvøgel-Songs zu machen, wie sie nur von den Singvøgeln kommen können und die die Singvøgel zu mehr als nur der Summe ihrer Teile machen.

Und ich denke, dass mir das auch gut gelungen ist, über die letzten Jahre. Und spätestens zusammen mit Ingo, mit dem ich mich musikalisch absolut blind verstehe, sehe ich uns jetzt an einem Punkt angelangt, an dem auch ich oller Perfektionist sagen kann: ja, so kann man das lassen, das ist, was ich wollte – das ist der Punkt, von dem aus jetzt nicht mehr Technik oder Qualität die Hürde ist sondern „nur“ noch die eigene Ambition, der eigene Anspruch und die eigene Lust am „mehr“. Und die ist da, aber sowas von!

Die CD-Pressung der „JETZT“ haben wir 2012 über ein Crowdfunding bei PledgeMusic finanziert – das war eine tolle Erfahrung, dass unsere Fans uns so unterstützten. Angespornt von dieser Erfahrung haben wir im Mai 2013, wieder mit Ingo Vogelmann als Produzent, 14 Tage lang in einem abgelegenen Ferienhaus auf der dänischen Insel Rømø das nächste Album aufgenommen und auch für dessen Produktion wieder ein Crowdfunding gestartet. Und erfogreich abgeschlossen.

Da für die WESTWIND-Aufnahmen selbst schon ein viel größerer auch finanzieller Aufwand geleistet wurde, den wir uns so eigentlich nicht wirklich leisten können, haben wir für dieses Album das Ziel höher angesetzt. Aber wir waren da natürlich auch optimistisch, denn wir haben wahnsinnig tolle Fans. Und Crowdfunding ist ja auch keine Spendenveranstaltung, sondern für das „mitpledgen“ bekommt man ja auch richtig amtliche Sachen. Der Optimismus wurde entsprechend auch nicht enttäuscht.

Achso, und wer auf Facebook ist kann uns dort natürlich auch „liken“ und bleibt auch da auf dem Laufenden 🙂

 

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