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Archiv zur Kategorie Netz

Das neue Ipernity - mein erster Eindruck

Soso, Ipernity, das Portal, auf dem ich fast alle meine zigtausend Fotos im Netz zugriffsbereit habe schon seit einer Zeit, in der das Wort “Cloud” dafür noch nicht erfunden war, hat ein komplettes und sehr heftiges Facelifting erfahren.

Das ist natürlich im ersten Moment extrem gewöhnungsbedürftig, vor allem, weil dieser Facelift wirklich sehr radikal ausfällt. Und damit natürlich den “WAAAH! ES IST ALLES ANDERS!”-Alarmknopf antriggert (man kennt das ja von anderen Portalen, schon bei kleineren Änderungen an Layouts, der Mensch ist mehr Gewohnheitstier als ihm manchmal selber bewusst ist und reagiert auf Änderungen oft reflexhaft erst mal ablehnend).

Ums vornweg zu sagen: ich finde den Facelift alles in allem sehr gelungen. weiterlesen »

Kommentare (22)

Bei Meinung Verhaftung

tl;dr: Für Leute, die als Werkzeug nur große Hämmer haben wird schnell alles zum Nagel.

Wenn Behörden zu viel Macht gepaart mit Paranoia und Unverständnis bekommen sind solche Fälle überall möglich, einfach, weil die Fehlerquote ab einer kritischen Masse an Gelegenheiten groß genug wird, dass die Wahrscheinlichkeit für solche “Missgriffe” entsprechend anwächst.

Und nein, eine Schere im Kopf auf “Nutzer”seite im Sinne von “Da mus man halt ein bisschen aufpassen, was man schreibt oder tut in diesem Internet” löst so ein Problem nicht, denn solchen Fehlleistungen wohnt ein Maß an Willkür inne, das niemand ernsthaft in seiner Kommunikation berücksichtigen kann, ohne völlig auf Kommunikation zu verzichten (und genau das passiert dann auch, man nennt sowas “Chilling Effect”) .

Mich gruselt deshalb jedes mal, wenn diverse Innenminister, Polizeipräsidenten und Sicherheitspolitiker Kompetenzfrei von “Facebookfahndungen” entgegen aller seriöser Studien und Statistiken davon träumen und sich einbilden, noch mehr Überwachung der Kommunikation aller Bürger (per Vorratsdatenspeicherung, die neben Internet ja auch Telefon, Handy, ja sogar Faxe etc. einschließt, per Aufweichung des Postgeheimnisses, und was da auch hierzulande noch alles an kruden Ideen immer wieder auf den Tisch kommen) würde man “mehr Sicherheit” bekommen - das Gegenteil ist der Fall.

Und man muss nicht in ein “Schwellenland” schauen (Indien ist ziemlich genauso lange eine Demokratie wie die Bundesrepublik) um das zu sehen, auch in England, in den USA und auch hier in Deutschland häufen sich Jahr für Jahr Fälle solcher Willkür und es werden nicht weniger, wenn sich nicht irgendwann die Erkenntnis durchsetzt (oder von denen, die diese schon haben, durchgesetzt werden kann), dass Rechtsstaat, Bürgerrechte und eine pluralistische Gesellschaft nur zu haben sind, wenn “Law & Order” sich auf das unbedingt nötige beschränkt und nicht auf das irgend Mögliche. Denn am Ende sitzen immer Menschen, denen man diese Instrumentarien in die Hand gibt, und spätestens die machen “Fehler” - deren Ursachen von “Missverständnissen” und “einen schlechten Tag haben” bis zum Ausleben einer paranoiden Blockwartmentalität oder der schlichten Lust an der Macht, die man hat, reichen werden. Auch dazu gibt es genügend Studien und Experimente (jeder hat schon mal von solchen “Gefängnisexperimenten”, die auch mal aus dem Ruder liefen gehört, oder? Gerade nach der Nazizeit wurde ja auch an der Frage “Wie konnten ‘ganz normale Menschen’ sowas tun” einiges an Erkenntnissen gewonnen (PDF))

Sonst werden auch hierzulande bald Wohnungen von SEK-Kommandos gestürmt, weil ein 15-jähriger mal einen schlecht formulierten pubertären Frusttweet abgelassen hat oder Leute geraten für eine Googlesuche nach einem Triggerwort ins Visier sogenannter “Staatsschützer” und werden jahrelang überwacht und verwanzt - oh, warte, soweit sind wir ja auch schon….

BBC News: The arrest of two women on Monday over a comment on Facebook has sparked off widespread anger in India.

[…]One of the women had criticised the shutdown of Mumbai in her post, after the death of politician Bal Thackeray, while the other “liked” the comment.

One of the women had criticised the shutdown of Mumbai in her post, after the death of politician Bal Thackeray, while the other “liked” the comment.
[…]
In her Facebook comment on Sunday, 21-year-old Shaheen Dhanda wrote: “People like Thackeray are born and die daily and one should not observe a ‘bandh’ [shutdown] for that.”

Her 20-year-old friend Renu Srinivasan ‘liked’ the status. […]

Nachtrag: Hier noch die Story aus Indien auf deutsch. Und ein Beispiel dafür, wie klein eine Welt sein kann und wie schnell jeder über wenige Ecken sogar von so einem Fall im fernen Indien persönlich betroffen werden kann: Wegen Facebook Like – Schwester von Mobilegeeks Blogger in Indien verhaftet:

[…]In ihrem Facebook Kommentar schrieb die 21-jaehrige Shaheen Dhanda:

Menschen wie Thackeray werden taeglich geboren und sterben auch entsprechend. Deshalb muss ich noch lange nicht einen kompletten Stillstand des oeffentlichen Lebens akzeptieren

Die 20-jaehrige Renu Srinivasan, Schwester unseres Bloggers Rahul, klickte darunter auf den Like Button.

Den Ausgang dieser Aktion kennen wir nun. Beide Maedels hoerten die Acht klicken. […] Die beiden Maedels wurden inzwischen uebrigens gegen Zahlung einer Kaution aus dem Gefaengnis entlassen, nachdem sie dort fuer 2 Tage wegen der “Verletzung religioeser Gefuehle” einsassen. […]

“Verletzung religiöser Gefühle” - Moment, da klingelt was

 

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Till Kreuzer über das Urheberrecht

Till Kreuzer hat einen langen, interessanten Aufsatz über die Herausforderungen an ein modernes Urheberrecht geschrieben. Und fordert darin, die Vermischung von Urheber- und Wirtschaftsrechten aufzuheben, da u.a. genau diese Vermischung zum einen Privatpersonen in einen für sie eigentlich nie “gedachten” überkomplexen Rechtsrahmen gezogen hat, innerhalb dessen diese ständig und zwangsläufig nun mit ebenjenen Rechtsschranken ständig in Konflikt geraten, ob sie das nun wollen oder nicht, zum anderen diese Vermischung für ein Ungleichgewicht zu Ungunsten der Urheberseite auch gegenüber rein wirtschaftlich agierender Protagonisten, die nicht Urheber sondern “nur” Verwerter von deren Werken sind, führt.

Dass die Interessen zwischen privatem “Nutzer”, Urhebern und Verwertern - für alle drei Parteien - neu austariert werden müssen ist für jeden, der sich auch nur ein bisschen mit dem Thema beschäftigt hat, ja (wenn er ehrlich ist) offensichtlich. Dass diese Austarierung IMO so fair ausbalanciert werden muss, dass zum einen das Vorteils-Übergewicht auf Verwerterseite, das die eigentlichen Urheber zu einfach in unfaire und vielfach sehr prekäre Abhängigkeitsverhältnisse zwingt, aufgelöst wird (keine Sorge, IMO wird kein Verwerter pleite gehen, der sein Geschäft zu fairen Bedingungen macht, es gibt genug seriöse Verwerter, die das schon immer tun und “trotzdem” erfolgreich sind - im Gegenteil, solche Verwerter würden im Wettbewerb gestärkt, denn sie müssten nicht mehr “Billigheimern” und Konzernen gegenhalten, die mit Vertragskonstrukten, die schon fast an Betrug, zumindest aber an Ausbeutung grenzen oder gar nur als solches zu bezeichnen sind, den Markt zu dominieren suchen), zum anderen den Privatmenschen wieder aus dem Rechtsrahmen herausnimmt, der nie für ihn gedacht war sondern bis vor vielleicht 15 Jahren sich ausschließlich an gewerbliche Marktteilnehmer wandte und nur für diese relevant (und gedacht) war, ist in der Tat mehr als überfällig.

Von der Idee einer “Kulturflatrate” bin ich aus verschiedenen Gründen (u.a. Stichwort: Verteilungsschlüssel, Nachweisbürokratie und einiges mehr) nicht überzeugt, insoweit hoffe ich für die zu suchenden Lösungen noch auf etwas Phantasie, die den Spagat zwischen Bürokratie und Missbrauchspotential einerseits und der Vergütung und fairen Verteilung andererseits irgendwie gelöst bekommt. Aber für die Beleuchtung der grundsätzlichen Probleme und die Beschreibung dessen, wo es hingehen sollte (und warum) ist dieser Artikel eine saubere, sachliche und - vor allem - angenehm verständliche und somit nachvollziehbare Grundlage.

[…]Obwohl der Urheber schon immer auch und vor allem Schutz vor seinem Vertragspartner brauchte (dem Verleger, dem Filmhersteller usw.), war das Urheberrecht stets so ausgestaltet, dass er alle Rechtspositionen, die ihm Geld einbringen, mehr oder weniger vollständig abtreten konnte. Unter dem Diktat der Vertragsfreiheit wird es dem zumeist übermächtigen Verwerter überlassen, ob und wenn wie viel der Urheber von den Erlösen abbekommt. Nur das Persönlichkeitsrecht bleibt ihm, zumindest soweit wirtschaftliche Interessen des Verwerters hierdurch nicht übermäßig beeinträchtigt werden. Ein solches System ist nicht dazu geeignet (man könnte mutmaßen: auch nicht dazu bestimmt), um den Urhebern ein Einkommen zu sichern.

Die im Urheberrecht angelegte - vermeintliche - Schicksalsgemeinschaft zwischen Urheber und Verwerter ist ein Geniestreich der Kreativwirtschaft und wohl einer der größten Lobbyerfolge aller Zeiten. Sie ist der Grund dafür, dass in Urheberrechtsdebatten sehr erfolgreich kulturelle, romantische und moralische Aspekte vorgeschoben werden (können), obwohl es fast ausschließlich um reine Wirtschaftsinteressen, genauer darum geht, den Verlagen, Musik- oder Filmunternehmen weitergehende Monopole zur Gewinnmaximierung zu bescheren.

Diese Vermischung völlig unterschiedlicher Funktionen in einem “Urheberrecht” führt zu massiven Ineffizienzen und dazu, dass der Blick auf die unterschiedlichen Interessen und Anforderungen an den Schutz kreativer Leistungen verstellt wird. Dies zu unterbinden ist eine der großen Herausforderungen und wichtigsten Ansatzpunkte für zukünftige Urheberrechtsreformen. Eine konzeptionelle Lösung läge darin, die Interessen von Urhebern und Verwertern regelungssystematisch zu trennen. Man könnte in diesem Zuge ein “richtiges” Urheberrecht schaffen, das den Interessen der Kreativschaffenden tatsächlich gerecht wird (das z.B. als wesentliches Element neben den Persönlichkeitsrechten ein starkes Urhebervertragsrecht aufweist). Neben das Urheberrecht wären spezielle Wirtschaftsrechte zu stellen, die gleichermaßen die wirtschaftlichen Interessen der Verwerter (Werkmittler) als auch einen funktionierenden Wettbewerb sichern.[…]

 

Kommentar

Clean IT

Udo Vetter hat hier einmal kurz und verständlich erklärt, was die EU-Initiative “Clean IT” bedeutet.

Insgesamt gehen die Ideen von CleanIT weit über das hinaus, was man von ACTA kennt. Sie ergänzen sich im übrigen offensichtlich mit dem Grundkonzept eines anderen EU-Projekts namens INDECT. Dieses soll Verbrechen durch vorsorgliche Beobachtung aller Bürger verhindern. Auch INDECT setzt auf umfassende Kontrollen offline wie online.

Die haben nicht mehr und nicht weniger vor, als das Internet, wie wir es kennen und nutzen, abzuschaffen und durch ein Komplettüberwachungs- und Zensursystem zu ersetzen. Denn natürlich kann man “Clean IT” nicht ohne dessen Einbettung in die vielen weiteren Überwachungs- und “Sicherheits”-Initiativen der EU und ihrer Mitgliedsstaaten sehen.

So schlimm? Ja, denn übertragen auf die “echte” Welt entsprächen diese Pläne z.B.:

  • Abhören und mitschneiden jeden Telefonates,
  • öffnen und kopieren des Inhalts jeden Briefes und jeden Päckchens,
  • inklusive Speicherung, wer wem was geschickt hat,
  • wer mit wem telefoniert hat,
  • Zutritt auf öffentliche Plätze (sprich: sobald jemand die eigene Wohnung verlässt) nur mit für jeden sichtbar platziertem Ausweis,
  • dabei visuelle und akustische Überwachung aller öffentlichen Räume
  • Verpflichtung von Dienstleistern im öffentlichen Raum (z.B. Busse & Bahnen) zur ständigen Personenkontrolle und Überwachung und
  • entsprechender Meldung bei “Auffälligkeit, inklusive
  • Konfiszierung “verdächtiger” Gegenstände, die z.B. in der Hosentasche eines Fahrgastes gefunden wurde
  • In Restaurants nur Einlass mit Personalausweis, der Besuch wird registriert (wer, wann, mit wem, was gegessen)
  • Es wird gespeichert, was man im Fernsehen schaut. Und wer genau davor sitzt.
  • usw. usf.
  • weiterlesen »

    Kommentare (8)

    DJ-Dream

    Ingo Vogelmann, seines Zeichens DJ (und der Produzent meiner Band Singvøgel) hat ein spannendes Anliegen, das ich gern unterstütze:

    […]there are “special” places I’d really love to play DJ gigs. Sometimes I’m wondering when certain folks experience something like a really good night out listening to advanced electronic dance music, just have fun and forget about the daily stuff they’re confronted with. This is a shout out to the people in this cities/countries to let them know I’d play there for no fee, just paid flights and hotel (and maybe one or the other security measure). And here are the places, with some comments here and there:

    Teheran […]Jerusalem, Tel Aviv or Haifa […] Islamabad, Karachi or Lahore […] Delhi[…] Pjongjang […] Damaskus […] Yerewan […]Kiev […]Beirut

    Promoters, people with or without influence, venue owners, rebels and music lovers: this is a serious matter, I really mean what I say. Talk to me here or via email and let’s make this happen! Share this blog post with your friends, family, partners, co-workers, colleagues, cats, dogs and the birds in the sky! […]”

    Finde ich eine spannende Sache. Wer also Leute kennt (oder selbst zu denen gehört), die hier helfen können, meldet euch bei Ingo. Und auch wenn ihr vielleicht selbst nicht helfen könnt, wär’s schön, wenn ihr’s einfach weitererzählt.

     

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    Jens und ich beim Elektrischen Reporter

    Oh, Jens und ich waren mit dem Bundesamt für Verfaschungsschutz im Fernsehen :-)


    Und als wär’s kein Zufall bekommt ausgerechnet heute 140Sekunden den Grimme Online Award - Das Bundesamt gratuliert aufs heftigste :-D

     

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    Wunsch & Wirklichkeit

    Wunsch:

    “LEISTUNGSSCHUTZRECHT/URHEBERRECHT: Die Koalition will das Urheberrecht im Internet stärken. Suchmaschinenbetreiber mit Nachrichten-Angeboten wie Google News schütten für ihre Veröffentlichung von Presseartikeln eine Abgabe an die Verlage aus, an der die Autoren und Kreativen beteiligt werden.”

    Wirklichkeit:

    “LEISTUNGSSCHUTZRECHT/URHEBERRECHT: Die Koalition wollte die Einnahmen der Verlage im Internet steigern. Suchmaschinenbetreiber mit Nachrichten-Angeboten wie Google News listen keine Presseartikel mehr in ihren Suchergebnissen und schütten deshalb auch keine Abgaben an die Verlage aus, an der die Autoren und Kreativen sowieso nie beteiligt worden wären.”

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    Spammer des Tages: Stephan von “tricider.com”

    Mein Spammer des Tages. Sogar mit Handynummer. Ob ich denen das gewünschte Feedback mal auf deren facebookseite rotze? Oder schicke ich Stephan Eyl eine Mail an stephan@tricider.com? Oder ignoriere ich das wieder, wie beim letzten Mal, und hoffe, er interpretiert das doch irgendwann mal als Desinteresse? Fragen über Fragen…

    Hallo ,

    vor ein paar Wochen hatte ich Dir geschrieben und gefragt, ob Du Lust hast, Deine Leser interaktiv in Deinen Blog einzubinden. Einige andere Blogger haben es ausprobiert und spannende Diskussionen gestartet.

    Ralf Rösberger von neulich########n.de hat zum Beispiel folgende Erfahrung gemacht:

    „Nie im Leben hätte ich geglaubt, dass über 190 Rückmeldungen eingehen würden. Noch mehr freut mich, dass auch Vorschläge gemacht wurden, die ich nicht vorgegeben habe. Für meine kleine Internetseite war die Resonanz umwerfend. Wie gesagt, noch einmal vielen, vielen Dank.“

    Ralf hat mit tricider eine Frage an seine Leser gestellt und in seinem Blog eingebettet. Das Tool ist mehr als eine langweilige Umfrage, denn es lässt die Leser selbst Ideen beisteuern und diskutieren. Hier kannst Du sehen, wie Ralf es gemacht hat: http://neulich################################

    Mit dem Feedback der Blogger haben wir das Tool noch besser gemacht. Hast Du Lust es auszuprobieren? Es ist kostenlos und Du kannst es in einer Minute aufsetzen und wie ein Video in Deinen Blog einbetten. Einfach hier starten: tricider.com.

    Über ein kurzes Feedback würde ich mich sehr freuen.

    Gruß

    Stephan

    PS: Wir sind ein kleines Start-up aus Berlin. Du brauchst keine Angst zu haben, es gibt keine versteckten Kosten oder Haken. Wenn Du Fragen hast, kannst Du mich gerne anrufen: 0177 3 20 11 79.

    ______________________________
    tricider Gbr
    Stephan Eyl, Nicolas Graf von Kanitz

    c/o Beuth Hochschule für Technik
    Kurfürstenstraße 141
    10785 Berlin

    Tel: 0177 3 20 11 79

    http://www.tricider.com/

    Be a pioneer: http://www.facebook.com/tricider
    Spread the good news: http://www.facebook.com/sharer/sharer.php?u=www.facebook.com%2Ftricider

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    re:publika 2012

    Jaaaa, 2012 klappts endlich - das erste Mal. Das wird aber auch endlich mal Zeit :-)


    republica 12

     

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    Google+

    Google ermöglicht jetzt auch Einladung per Link. Wer also noch nicht schon hat und noch will: -> hier klicken.

    Die Pseudonymfrage ist nach wie vor offen. Aber da letztlich nichts davon besser wird, dass man schweigend zusieht unterstütze ich nach wie vor auch Pseudonymaccounts auf Google+ und hoffe, dass diese Einladung vor allem Leute nutzen, die auch nichts gegen Pseudonyme haben. Insoweit ist diese Einladung auch so zu verstehen: dass ich genau solche Leute damit einlade.

    Das heißt nicht, dass jeder ein Pseudonym nutzen muss wenn er nicht mag (ich machs ja auch nicht - aber warum sollte ich anderen was verbieten, nur, weil ichs selbst anders mache/machen kann? Eben!) - aber kann und darf wenn er will oder muss. Und wer trotz untenstehender Links nicht verstehen mag, warum die Möglichkeit für Pseudonyme, Autonyme und auch Anonyme wichtig und richtig sind: holt euch woanders eine Einladung, ich lade euch explizit nicht ein…

    Und verweise bei dem Thema auch auf das englische “My name is me” sowie das von Jens eröffnete tumblr-Blog “Fuck Yeah Pseudonyms”, wo es ähnliche Statements auch auf deutsch gibt. Und jeder seine hinzufügen kann.

     


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    Google+ und die Pseudonyme

    So, nachdem dieser leidige bescheuerte Umgang mit Pseudonymen bei Google+ weiter anhält und ständig halbwegs willkürlich Konten gesperrt oder gar gelöscht werden (und nein, ich meine keine “Businessaccounts” sondern stinknormale Personen/Privataccounts), halte ich Google+ nicht für realistisch brauchbar. Schade, technisch hätte das wirklich Potential und ich habe schon nach kürzester Zeit dort mehr Aktivität reingelegt als in Twitter oder facebook, weil die Usability einfach 10mal besser als alles andere ist, sogar trotz noch fehlender APIs und manchen beta-Humplers.

    Aber sowas wie das hier geht gar nicht. Und das ist ja nicht der erste Fall, sowas passiert dort nach wie vor ständig.

    IMO macht diese Unsicherheit, sämtliche Daten, die man in der Google-Cloud stecken hat zu verlieren (oder zumindest den Zugriff darauf), die dieses Gebahren verursacht, dieses “Google+” nicht einmal als beta-Test benutzbar. Zumal ich langsam das Gefühl habe, dass ich mich irgendwann auch lächerlich mache, wenn ich Google an anderer Stelle ständig verteidige (an diesen Stellen wo ich das tue, stehe ich freilich nach wie vor zu meinen Standpunkten, aber irgendwann muss man wohl Prioritäten setzen)

    Da ich auch keine Lust auf die immer wieder kehrenden unreflektierten 50ger-Jahre-Kommentare á la “Wer nichts zu verbergen hat…” und “Geh doch nach drüben wenns dir hier nicht gefällt” habe lasse ich die Kommentare zu diesem Posting drüben bei Google+ zu und verweise statt dessen darauf, dass nur weil man selbst vielleicht so privilegiert ist, dass man nicht betroffen von der Notwendigkeit ist oder das halt nicht “braucht” (wie z.B. ich), das nicht heißt, dass das für alle anderen auch zu gelten haben muss und dass man niemandes Freiheit oder Möglichkeit einschränken muss, solange diese mir weder schadet oder mich irgendwo einschränkt.

    Und ich sehe nicht, wo der Umstand, dass jemand anderes sich nicht mit einem (vermeintlichen!) “echten” Namen zeigen möchte, mir irgendwelche Freiheiten oder Möglichkeiten nimmt oder mir damit gar schadet.

    In diesem Thread dürfte dann auch eh das meiste dazu stehen , in dieser DRadio-Sendung wurde zu dem Punkt auch einiges gesagt (Player oben rechts), wenns noch mehr braucht: hier und hier.

    Wenn Google dieses “Internet” irgendwann vielleicht doch mal kapiert hat und G+ als social network wieder benutzbar sein sollte schau ich wieder rein. Bis dahin findet man mich ja auch auf Twitter, facebook und auf meinem Blog (auch alles in meinem G+ - Profil verlinkt).

    Und bis dahin verweise ich nochmal auf diese schöne wikia-Seite, die jedem, der denkt, er sei nicht betroffen, mal durch eine Aufzählung aller, die es sind, zeigt, dass außerhalb seiner eigenen Person, da draußen in der Welt, es auch andere Menschen gibt, die andere Voraussetzungen haben als er selbst. Und dass viele davon auch auf seine Solidarität angewiesen sind. Und nicht auf seine Ignoranz.

    So long.

    Nachtrag: Umfassend zum Thema. Mehr geht nicht. Und deutlicher auch nicht.

     


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    Google+

    …find ich ja schon mal super - werd’ da wohl demnächst mal mehr zu erzählen.

    CU soon there: plus.svenscholz.de

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    Mein Android und ich

    Wie manche wissen bin ich seit nunmehr fast 2 Jahren begeisterter Android-Nutzer und hatte bis vor ein paar Tagen ein HTC “Magic” und mit diesem die Entwicklung von Android von Version 1.5 über 1.6 bis zu 2.1.1. “Froyo” miterlebt. Das “Magic” war ein treuer Begleiter und ließ mich (fast) nie im Stich. Sogar das Update auf die “Froyo”-Version von Android machte keine Probleme. Leider merkte man das “Alter” dieses Geräts dann aber doch deutlich an der immer schwächeren Perfomance bei vielen Apps. Während “Froyo” das Handy sogar gefühlt nochmal etwas beschleunigte sind viele Apps inzwischen in Punkto Speicher- wie Rechenpowerhunger so aufwändig geworden, dass sie einem den Spaß schon arg vermiesen konnten. Ich fühlte mich in die 90-ger Jahre zurückversetzt, in denen auch mit jeder neuen Generation an Anwendungen oder gar Spielen der erst 2 Jahre alte Super-PC plötzlich zur lahmen Krücke wurde.

    Seit ein paar Tagen ist das vorbei: mein brandneues Samsung Galaxy S II sollte nun Power-technisch die nächsten 2 Jährchen durchhalten, im Moment ist die Performance absolut atemberaubend, jegliche Wartezeiten sind - erstmal - Geschichte.

    Ich hatte ja ein Weilchen überlegen müssen, ob ich das Samsung nehme oder das HTC Sensation, da ich mit HTC durchaus gute Erfahrungen verbuchen kann.

    Im technischen Vergleich liegen die beiden grundsätzlich gleichauf, Unterschiede dürften da höchstens messbar aber nicht sichtbar sein, ein offensichtlichster Unterschied liegt aber im Display: Samsungs AMOLED-Display mit 1kommairgendwas-Mio Farben ist das meiner Meinung nach technisch bessere, HTC hat da nur sechzigtausendungrad Farben. OK, dafür hat er aber eine nochmal höhere Auflösung auf die selbe Bildschirmgröße, was vielleicht wirklich nochmal was an der Schärfe dreht, aber das findet schon auf einem sehr hohen technischen Niveau statt, da muss man schon extrem genau hinschauen. Samsung hat die Nase dann wieder beim eingebauten Speicher vorn, aber auch das ist marginal, denn dafür gibts ja SD-Karten. weiterlesen »

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    DE-Mail?

    Vor einiger Zeit erwähnte ich ja schon mal, warum ich mich nicht bei “E-Post” anmelden werde. Jetzt wurde das sozusagen “Original” beschlossen: die “DE-Mail”.

    Neben ähnlichen rechtlichen Problemen wie bei der “E_Post” - vor allem wieder der Blödsinn der rechtsverbindlichen Zustellung, die bedeutet, wenn ich im Urlaub bin und keine Frist verpassen will, dass ich jemandem den Zugriff auf das gesamte Konto geben müsste, während es beim Briefkasten reicht, dem Nachbarn den Briefkastenschlüssel zu geben, um genau nur die paar Briefe ungeöffnet einzusammeln und ggf. mal anzurufen, wenn was “amtlich” ausschaut - und nicht gleich den Wohnungsschlüssel plus ein Stapel Blankounterschriften und Zugriff auf sämtliche abgeheftete Post, die ich jemals bekommen und geschrieben habe …

    […] falls ein Bürger eingewilligt habe, seine Verwaltungsverfahren ausschließlich digital abwickeln zu lassen, gelte eine De-Mail analog zum Briefverkehr ebenfalls nach drei Tagen als zugestellt.[…] (heise.de)

    …gibt es vor allem ein Killerargument: DE-Mail ist eben gerade nicht wirklich sicherer als normale E-Mail, die nicht verschlüsselt wird. Wenn ich das richtig verstehe, wird mein Brief beim Postamt aus seinem Kuvert rausgeholt und in ein anderes gesteckt (das dafür sorgt, dass zumindest während des Transports niemand mitlesen kann), und das selbe passiert dann nochmal bei der Poststelle des Empfängers, wo es quasi der Briefträger ist, der den Brief öffnet und aus dem Kuvert holt bevor er den Brief ohne dieses in den Briefkasten wirft. Irgendwie so.

    DE-Mail möchte laut eigener Aussage E-Mails “Dokumentenecht” machen und behauptet dafür eine Sicherheit, wie man sie vor Jahren mal bei Briefpost hatte. Nur, dummerweise: diese Sicherheit existiert nicht nur nicht, nein, sie wurde bewusst weggelassen. Man konnte sie also nicht nur nicht, man will sie explizit nicht:

    “Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gefährdet das gesamte Ziel von De-Mail, die einfache - und ohne spezielle Softwareinstallation mögliche - Nutzbarkeit durch die Bürger” (Golem.de)

    Heißt also: damit der blöde Bürger das auch brav nutzt behaupten wir einfach mal, dass es sicher sei, das ist ja auch billiger und weniger umständlich, als es tatsächlich sicher umzusetzen. Das Argument ist in etwa so logisch, wie im Auto das Bremspedal wegzulassen mit der Begründung, dass es das Fahren leichter mache, weil das mit den drei Pedalen und nur zwei Füßen für viele zu kompliziert empfunden werde, und damit die trotzdem Autos kaufen…. (und komm mir keiner mit “Automatik” o.ä., in diesem Vergleichsszenario gibt es sowas nicht)

    Ich sehe keinen Grund, den ersten Teil des Satzes nicht überdies alleinstehend verstehen zu wollen: dass eine Verschlüsselung das Ziel von DE-Mail in seiner Gesamtheit gefährde. Ich unterstelle, dass man sich tatsächlich nicht “traut”, bzw. - mal wieder - seinen Bürgern nicht traut - eine vor willkürlichem Zufriff wirklich sichere Kommunikationsmöglichkeit anzubieten. Ich sehe das schlicht so: Man möchte explizit mitlesen können. Und vielleicht sogar mitschreiben.

    Nein, ich halte nicht mich in dem Fall nicht für paranoid sondern die Regierung, die so etwas beschließt, denn in den letzten Jahren haben sämtliche Regierungen (schwarz, gelb, rot und grün gleichermaßen, den alle haben entsprechende Gesetze beschlossen) zur Genüge belegt, was sie von solchen Prinzipien wie “Unschuldsvermutung” und ähnlichem halten, dass sie am liebsten (immer noch) per Vorratsdaten jeden einzelnen ihrer “Untertanen” nachverfolgen und kontrollieren würden.

    Was man schon nur mit einem Bruchteil der Daten, die eine VDS sammeln würde, anstellen kann haben Malte Spitz und ZEIT ONLINE ja erst vor ein paar Tagen erschreckend deutlich demonstriert.

    Denn das ist in meinen Augen der einzige logische Grund, der mir bleibt, warum entgegen aller Beteuerungen, eine “sichere” Alternative zur üblichen E-Mail anbieten zu wollen, die jetzt vorliegende Form der Pseudo-Verschlüsselung beschlossen wurde, die Sicherheit vortäuscht, aber nicht im mindesten an die Sicherheit rankommt, die jeder Mail-Nutzer schon seit Jahren haben kann, wenn er seine Mails einfach mit PGP oder ähnlichem verschlüsselt. Denn sonst hätte man es einfach anders beschließen können, und fertig. Auf anderen Gebieten kümmert es den Staat ja auch einen feuchten Dreck, ob seine Bürger mit dem Zeug zurechtkommen, dass er ihnen aufs Auge drückt. Und hier wird plötzlich “Rücksicht” auf eine unterstellte Unfähigkeit genommen, einfach nur ein Progrämmchen zu installieren? Ja nee, is klar.

    Vor einem System, das nicht nur so tut, sicher zu sein, es aber nicht ist, nein, es explizit nicht sein will, mich aber in rechtliche Verpflichtungen nimmt, die eine solche Sicherheit als Mindestvoraussetzung haben müssten, um überhaupt in Erwägung ziehen zu können, sich darauf einzulassen, kann man nur warnen und empfehlen, tunlichst die Finger davon zu lassen. Ich soll rechtsverbindliche Konversationen führen, bei denen ich mir nicht sicher sein kann, dass da nicht wer mitliest oder gar drin rumpfuscht? Und - das ist ja noch die größte Frechheit: auch noch Geld für diesen Schmuh bezahlen?

    Wisst ihr was? Ich mach ja jeden Scheiß mit in diesem “Internet”. Aber DE-Mail macht ihr mal schön ohne mich.

     


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    Wikileaks

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