Alle Jahre wieder: England im Frühjahr

Schon eine Weile her, aber die Zeit, die Zeit…

Eine schöne Tradition seit einigen Jahren ist es für mich, im Frühjahr einen Englandtrip zu unternehmen. Anlass war und ist die Musik, denn im März oder April findet in London eine „FAWM Over Party“ statt, auf der sich Teilnehmer des „February Album Writing Month“ treffen und einige ihrer Ergebnisse des Februars zum Besten geben.

Ich mache seit einiger Zeit ja auch da mit, allerdings kann ich meine Songs dort nicht spielen, weil die meist orchestrale Instrumentals sind, die man nur zusammen mit 10 Leuten spielen könnte. Karans und Dukes Songs sind da geeigneter, und so übernehme ich da, ebenfalls traditionell, deren rhythmische Begleitung.

Leider war es uns bislang erst ein einziges Mal vergönnt, in voller Bandbesetzung diesen Trip zu unternehmen, das war vorletztes Jahr. Dieses Jahr reisten wir also wieder in 2/3-Besetzung. Aber wie schon in den Jahren zuvor sahen wir viele Freunde wieder, in Devon wie in London, quatschten dabei viel und machten, natürlich, eine Menge Musik.

Und ich konnte wieder eine Menge Fotos machen, und diese Leidenschaft ein weiteres Mal weiter entwickeln.

Es ist erstaunlich, obwohl ich auf dieser Traditionsreise jedesmal an mehr oder weniger denselben Orten bin, finde ich jedesmal neue Motive, aber auch jedesmal Gelegenheit, ein bereits einmal (oder mehrmals) abgelichtetes Motiv noch einmal, anders, abzulichten. Derselbe Ort, ein anderes Wetter, ein anderes Licht, eine andere Stimmung – ein völlig anderes Foto. Ich hatte das auf Fotoschraubr letztens erst wieder festgestellt.

Die erste Station war, ebenfalls in guter Tradition, Glastonbury. Ein Besuch auf dem Tor, im Chalice Wells Garden und in der Abbey sowie die Verspeisung eines Veggie-Burgers im Blue Note Café. Wird auch im 7. Jahr nicht langweilig. Ein Tag, der sein muss.

Wir haben die Reihenfolge umgedreht, sonst hängten wir immer eine Woche Südengland an das FOP-Wochenende in London dran, diesmal war es umgekehrt. Nächste Station also Südengland, und weil Torcross eh immer zum Pflichtprogramm gehört, diesmal eine kleine, feine Ferienwohnung direkt in Torcross als Homebase, um all die lieben Freunde und Musikerkolleginen und Kollegen zu besuchen, die dort rund um Totnes leben. Und natürlich auch, um ein paar Tage dort das Meer und die frische Luft zu genießen. Torcross hat es während der Winterstürme arg erwischt, der Kiesstrand lag stellenweise über 4 Meter tiefer als im Jahr zuvor, soviel Kies ist da abgetragen worden.

Und das „Boathouse“, in dem wir jedes der vorangegangenen Jahre traditionell Fish & Chips aßen, war eine Ruine. Erst durch das Wasser, dann hat der Dachstuhl gebrannt. Und jetzt zicken die beteiligten Versicherungen. Hoffentlich bekommen die das wieder auf die Reihe, denn um dieses Restaurant wäre es furchtbar schade, auch, weil die Besitzer wirklich sehr nette Leute sind 🙁


Nichtsdestotrotz, diese Küste ist wunderschön und eine tolle Gelegenheit, ein paar Bilder für die „Arbeit“ mitzunehmen. War ja keine Urlaubsreise… 😉
Musik

Musik

Karan

Und, natürlich, Dartmoor.

Dann war die Woche auch schon vorbei und die Pflicht rief uns nach London. Auf dem Weg dorthin regnete es ohne Unterlass. Bis wir bei Stonehenge in einen Stau gerieten. Wir entschlossen uns deshalb, trotz des strömenden Regens dort eine Pause einzulegen. Und sollten belohnt werden: es hörte in dem Moment auf, als wir an den Steinen aus dem Shuttlebus stiegen, der uns vom neuen Visitorcenter, das in deutlicher Entfernung zum Steinkreis gebaut wurde, zu den Steinen fuhr. Der Himmel riss auf und die Sonne kam hervor. Und wir standen bei tiefstehender Abendsonne in einem menschenleeren Stonehenge und konnten Fotos machen…

Stonehenge

Stonehenge

…um dann in London am nächsten Tag bei strahlendem Sonnenschein einen Stadtbummel machen zu können, bevor wir dann abends auf der FAWM Over Party wieder einmal viel Spaß hatten. Und dann am nächsten Morgen zur Fähre nach Dover aufbrechen mussten.

London

London

London

London

London

Es war wieder einmal einfach schön. Das machen wir glatt wieder. Also bis zum nächsten Jahr 🙂

 


Ein Gedanke zu „Alle Jahre wieder: England im Frühjahr

  1. Danke für den Bericht!
    Zu Stonehenge: Ich hatte mich schon darüber gewundert, dass Du es geschafft hast, nicht nur ein „besucherfreies“ Bild, sondern eine ganz Serie aufzunehmen.

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