Was Duke sagt…

…hab ich nichts hinzuzufügen.

[…] Dem BP-Häuptling Tony Hayward möchte man einen ordentlichen Schuss Maschinenöl in die Suppe spritzen: Es ist doch so viel Suppe und so wenig Öl – das wirst du doch noch löffeln können, alter Stinkstiefel?! Nichts aber bringt die Giftschwaden aus dem Wasser, und die schwarze Milch des Todes sprudelt, sprudelt und sprudelt: Rohrbruch der Zivi’sation. Tut mir leid, Korallen. Entschuldigung, Schildkröte. Wir wollten es nur warm haben. Und ein bisschen Auto fahren. Vielleicht ein bisschen viel. Wir haben es halt gern quadratisch, glatt und glänzend. Wir können nicht mehr viel anfangen mit dem, was wächst, blüht und vergeht. Bei uns wachsen nur Neurosen. Und Metastasen. Die vergehen nicht, sondern bringen uns um. Deshalb sind wir höchstens noch für Wirtschaftswachstum. Denn das machen wir selber – auch wenn wir es genausowenig beherrschen wie irgendetwas anderes. Das Kreuchen und Fleuchen der vielen Wabbler und Wubbler, von denen wir kaum die Namen kennen, ist uns bestenfalls noch Bildschirmschoner-Deko bei der TV-Naturdoku zur Freizeitentspannung im zahlenfixierten B. Wusstsein. Wieviel Profit hast du heute? Was bist du wert auf dem Markt? Was bringt mir das, über so etwas – oder überhaupt irgendwas – nachzudenken? It’s the economy, stupid. ZÄHLT sonst irgend was? […]

3 Gedanken zu „Was Duke sagt…

  1. Die Kritik an BP ist berechtigt und müsste noch viel lauter sein. Wer so verantwortungslos vorgeht, darf keine Genehmigung mehr bekommen, nach Öl im Ozean zu bohren. Dennoch schafft es BP, die Kritik geschickt auf eine einzelne Person umzulenken: Hayward. Was mir bei der aktuellen Situation fehlt, ist Selbstkritik und der Willen, etwas zu verändern. Vorallem bei den Amis wird derzeit auf Hayward eingedroschen, wie es nur geht. Dort ist er ja quasi zum Inbegriff des Bösen geworden. Aber die eigenen wirtschaftsfreundlichen Politiker angreifen oder gar das eigene Handeln „“ wo kauft man den den Sprit, warum muss man 50m mit dem Auto fahren „“ zu hinterfragen, passiert so gut wie gar nicht. Es ist dann doch einfacher seinen Ärger über die fortwährende Umweltzerstörung auf eine einzelne Person zu projezieren. Mein Tipp: Wenn das gesamte Problem in einem Jahr so langsam eingegrenzt und nicht mehr aktuell ist, wird Hayward gefeuert, BP macht wieder einige Werbekampagnen und alle fahren weiter zu ARAL, um genug Sprit für die Fahrt zum Bäcker zu haben.

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