Traue keiner Umfrage, deren Fragen du nicht selbst…
… so formuliert hast, dass die Antwort so ausfallen muss, wie du es gerne hättest. Am Beispiel des Bahnstreiks und angeblicher Stimmungsbilder der angeblichen Bevölkerung:
Gestern abend in den Tagesthemen: die ARD präsentiert die Ergebnisse einer Umfrage zum Bahnstreik. Danach haben die Deutschen mehr Verständnis für die streikenden Lokführer als noch im Vormonat. Und sie sehen die Schuld im Tarifkonflikt eher bei der Bahn.
Heute nun die genau entgegengesetzte Schlagzeile: “BundesbĂĽrger haben kein Verständnis fĂĽr neue Streiksâ€? - und wieder wird eine Umfrage zitiert. Haben die Tagesthemen-Kollegen Mist gebaut? Nichts da: hier sind Lobbyisten am Werk. Es kommt eben drauf an, wie man fragt. […]
Weiter im hr-Info-Blog: Bahnstreik: Deutsche dafĂĽr! Deutsche dagegen!
(INSM-nah? Na da muss man sich ja nicht wundern…)







Boris meint dazu:,
19. November, 2007 @ 9:45
Aber die Lobbyisten wissen eben, dass auch solcherart manipulative Umfragen wahrgenommen werden. Und dass den Ergebnissen Glauben geschenkt wird. In den “richtigen” Händen sind Umfragen IMHO ein wirksames Mittel der arglistigen politischen Täuschung.
Sven meint dazu:,
19. November, 2007 @ 13:41
leider. Und leider fallen selbst die “neutralen” Medien ebenso drauf rein. Letzteres finde ich dann auch halbwegs peinlich fĂĽr diesen sich gern als berufen wahrnehmenden Berufsstand.
Jörg Friedrich » Kann man Umfragen trauen? meint dazu:,
19. November, 2007 @ 15:19
[…] Forsa, Allensbach, infratest dimap: Alle behaupten, die BundesbĂĽrger repräsentativ zu befragen. Vergleicht man die Ergebnisse z.B.von Umfragen zum Bahnstreik, scheint WidersprĂĽchliches heraus zu kommen: Sind Umfrageergebnisse also von den WĂĽnschen und Vorstellungen dessen abhängig, der sie macht oder in Auftrag gibt? […]