Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:

Don A. bloggt für die FAZ

Über die “Stützen der Gesellschaft“. Warum? Darum. Bin mal gespannt, ob ich mir das in die Blogroll holen werde. Das muss schon richtig gut werden, bevor ich mir hier sowas wie die FAZ fest verlinke.

7 Kommentare

So, endlich…

… noch schnell Karans neues Zuhause fertiggebastelt, und damit wenigstens einen Punkt weniger auf der immer noch viel zu langen “Irgendwann-werd-ich-hoffentlich-dazu-kommen-das-fertig-zu-kriegen”-Liste.

5 Kommentare

Tagesschaublog

Nachdem das Tagesschaublog ja nun vor zweieinhalb Jahren den ersten Beitrag lieferte, nach der Wahl aber dann auch schnell wieder einschlief und dann seit einiger Zeit leise im Hintergrund wieder vor sich hinbloggte (und das, wie ich finde, nicht mal übel) will man zum neuen Jahr wohl nochmal genauer wissen, ob dieses Medium “Blog� nicht doch geeignet sein kann, “Zuschauerdialog� hinzubekommen. Zu diesem Behufe wollen nun die Chefredakteure themselves dort mitbloggen.

Könnte funktionieren. Wenn die beiden es schaffen, ihre Fotos mit welchen ohne Krawatte auszutauschen. In dem Video sieht das ganze ja schon recht locker aus. Zumindest solange man den Ton nicht anschaltet. Akustisch habt ihr noch ganze Schränke von Krawatten um. Macht euch locker! Nix Teleprompter. Gradraus. Und nochwas: es gibt sowas wie Gesichtsmuskeln. Die sind für Mimik da. Lächeln, Lachen, Augendrehen. Und Arme und Hände müssen auch nicht auf Tischplatten festgeklebt sein, eure Beine tragen euch auch so. Da bin ich überzeugt von. Vertraut mir, nur Mut. Beine können sowas.

Schade wäre nämlich, wenn das Ganze nun in öffentlich-rechtlicher “professioneller Objektivität� versänke, dann wäre das Tagesschau-Blog wohl endgültig im Eimer, nachdem es sich in den letzten Monaten eigentlich ganz nett gemacht hat.

Also, die Herren Gniffke und Hinrichs: in einem Blog braucht keiner eine Krawatte, und in einem Blog kann man sich austoben. Ein Blog ist immer und absolut subjektiv und persönlich, sonst ist es kein Blog. Also bittebitte, haut rein. Mit Witz und als sichtbare eigenständige Menschen, OK? Dann klappt das auch mit dem bloggen.

Achso, und es heißt das Blog. Nicht der Blog. Kommt von Web-Log und bei zusammengesetzten Substantiven zählt immer der Genus des letzten verwendeten Wortes (vgl.: der Blogeintrag. Da kommt das Maskulinum vom “Beitrag�).

Mal davon ab, dass auch “Web� ein Neutrum wäre. Woher nimmt da also wer was anderes als ein Neutrum?

Kommentieren

Resignation?

Es gäbe einen Haufen Kram, mal wieder, über den es sich zu schreiben lohnte, rein thematisch, wenn ich nicht das Gefühl hätte, dass darüber nicht schon seit Jahren immer wieder geschrieben würde ohne dass das irgendeine Relevanz zu haben schien.

Da ist die Diskrepanz zwischen jubelnder Wirtschaft mit Rekordgewinnen, die gleichzeitig aber immer noch tausende von Arbeitsplätzen abbaut, nebenher aber ihren Managern 30%ige Lohnsteigerungen angedeihen lässt, gleichzeitig den anderen Angestellten und Arbeitern nicht nur keinerlei Gehaltsaufbesserung gönnt, sondern im Gegenteil, mehr Arbeit fürs selbe Geld fordert, was einer Lohnkürzung entspricht, während die Arbeitslosen sich immer wieder mit modernen Versklavungen per 1-Euro-Jobs oder gar unentgeltlichem Reichsarbeitsdienst konfrontiert sehen und wenn sie sich dagegen wehren als “Sozialschmarotzer” verunglimpft werden - aber was soll ich darüber schreiben, was ich nicht schon vor Monaten oder gar Jahren geschrieben habe?

Dann gab es ja Demos in Ungarn, zu denen mir auffiel, wie unterschiedlich da ZDF und ARD drüber berichteten - in “heute” sprach man von friedlichen Großdemos, die am Ende “Dank” irgendwelcher Hools und Rechtsradikaler gewalttätig wurden, in der Tagesschau gab es ausschließlich “rechtsradikale Ausschreitungen”, von friedlichen und nicht-extremen Demonstranten war keine Rede.

Derweil ging es in Thailand ab, und auch hier habe ich bei den Mainstreammedien nicht durchgeblickt, was da nun wirklich los ist. Aber zum Glück gibt es ja Weblogs.

Dann heute früh in der Tagesschau, heißt es zur Lage der Ausbildungsplätze, dass dieses Jahr über 3000 Stellen mehr fehlen als letztes Jahr und mehr oder weniger wörtlich, dass die höhere Zahl daran läge, dass man nicht damit rechnete, dass so viele Jugendliche, die letztes Jahr schon leer ausgingen, sich dieses Jahr vöööllig überraschend nochmal versuchten irgendwo zu bewerben. Und ich fragte mich, ob denn die, die sowas schreiben eigentlich realisieren, was sie da schreiben. Oder spätestens der, der einen solchen offensichtlichen Käse vorlesen muss, nicht innerlich gepeinigt aufschreit ob der Hirnrissigkeit des da zu lesenden. Ich mein - was sollte denn ansonsten mit denen passieren? Lösen die sich normalerweise in Luft auf, wenn das Jahr rum ist? Oder muss ich mal nachschauen, ob die Suizidrate stärker gesunken ist als erwartet? Manchmal fragt man sich echt, was so manche da im Wasser haben, das tut doch physisch weh, im Hirn.

Ansonsten hab’ ich mir vor ein paar Tagen eine fette Bänderdehnung im Bassdrumfuß zugezogen, die ich jetzt schnellstens auskurieren muss, um den Gig am 6. Oktober nicht zu gefährden. Nach einem Wochenende mit einem Ibuprofenspiegel von 1600mg und einer halben Familientube Voltaren geht das inzwischen auch ohne Schmerzmittel, aber auftreten ist halt nach wie vor nicht.

Naja, und dann gibt’s ja noch meine für manche etwas seltsameren “Special Interest”-Themen, die ich aber bekanntermaßen wo anders beackere. Da habe ich gestern Nacht mal einen bösen Artikel schreiben müssen. War einfach mal nötig.

Kommentieren

Glaubwürdigkeit geht genau dann verloren…

…wenn man glaubt, über ihre Natur diskutieren zu müssen. Über Sex redet man auch nicht, während man grad welchen hat, weil man da einfach besseres zu tun hat. Ich finde das Wort “Glaubwürdigkeit� im Zusammenhang mit Personen übrigens mindestens so blödsinnig wie das Wort Relevanz.

Entweder ich glaube wem oder nicht. Ob andere das auch tun oder nicht ist doch Jacke wie Hose. Aber genau das behauptet das Wort: dass es eine allgemein “messbare� Skala gäbe, die mir sagt, ob ich wem glauben könnte oder nicht. Glauben aber, meine Damen und Herren, und das sage ich in aller Deutlichkeit, Glauben ist eine ganz persönliche Entscheidung aus jeweils unterschiedlichen und persönlichen Gründen, die sachlich, emotional, intuitiv oder selbstbetrügerisch sein können oder eine beliebige Kombination dieser Punkte.

Oder: Glaubwürdigkeit my ass!

Oder: Je objektiver etwas vorgibt zu sein, und das Wort “Glaubwürdigkeit� spiegelt nunmal vor, dass die Entscheidung, “zu glauben� objektivierbar sei, desto unglaubwürdiger wird etwas, so rein subjektiv. Drum geht mir fort mit diesem Wort. Was passiert (und warum es u.U. gar gefährlich ist), wenn man versucht, Subjekte oder Zusammenhänge, die an solche gebunden sind, zu “objektivieren� kann man täglich in den bürokratischen Mahlwerken beobachten.

(Über die “Würdigkeit� und dessen Konnotationen, die immer Urteile und Ver-urteilungen beinhaltet, lass’ ich mich mal garnicht aus, das soll ja nu wirklich nix langes werden, hier. Vielleicht soviel: Emotionen und Verletzungen kochen immer dann hoch, wenn verurteilt wird oder sich verurteilt gefühlt wird. Verurteilen ist etwas, was man imo deshalb sehr sehr sparsam einsetzen sollte, wenn es um konkrete, echte Menschen geht.)

(das ist mein einziger bescheidener Beitrag zu einem Thema, das grade in der Blogosphäre rumgeht, und das ich nun weiterhin wegen fortwährendem Desinteresse dezent ignorieren werde)

3 Kommentare »

  1. Karan meint dazu:,

    22. May, 2006
    @ 22:52

    Schein-objektive Maßstäbe von außen an andere anzulegen ist halt oft viel bequemer als die eigenen Beweggründe zu hinterfragen… und dahinter verbirgt sich meist ein gerüttelt’ Maß an Unzulänglichkeitsgefühlen.

    (Übrigens weiß ich nicht, worum es bei diesem Pseudothema geht, das ist mir auch herzlich wurscht. Denn das Thema an sich ist, wie Dein Link belegt, eine bitterernste Sache…)

  2. bembelkandidat meint dazu:,

    25. May, 2006
    @ 04:17

    wie, wer redet da nicht über sex?
    ob ich jemandem glaube oder nicht, das ist meine privatsache.
    ob allerdings eine person in der öffentlichkeit glaubwürdig ist oder nicht, das hängt nicht nur von mir ab, ich könnte ja irren, sondern von der mehrheit. die bestimmt letztlich wer glaubwürdig ist oder nicht, das dürfte in der blogosphäre nicht anders sein. ob die als glaubwürdig befundene person letztlich richtiges, wahres, also im eigentlichen sinn glaubwürdiges abliefert, das ist noch eine ganz andere frage.

  3. Sven meint dazu:,

    26. May, 2006
    @ 15:36

    Ja, das aber ist genau der Punkt: etwas kann glaubwürdig sein. Allgemein, sozusagen “objektiv�.

    Ob aber jemand glaubwürdig ist halte ich für etwas, das man pauschal (weil imo pseudosachlich) nicht sagen kann - sondern eben nur persönlich entscheiden, denn es geht um eine Person. Eine bestimmte Handlungsweise, also dann wieder eine Sache, kann dagegen “glaubwürdig� sein oder nicht, ganz allgemein (Zumal der Teil, der zu einem “Gesamturteil� führte, also pars pro toto gefällt werden müsste, nicht annähernd die nötige Dimension erreicht, um einen Menschen, “allgemeingültig� noch dazu, zu be- oder gar verurteilen). Aber: das sagt nicht viel über die Person aus, zumindest eben nicht in Bezug auf ein Werturteil, was es dann zwangsläufig wäre. Und auf das Mehrheitsprinzip, gerade bezüglich eines “Urteils�, dass ich mir persönlich bilden will, kann man vielleicht schauen, nachdem ich mir dieses aus eigener Anschauung und Reflexion gebildet habe, sozusagen zum Abgleich meiner Wahrnehmung mit der einer “Masse� - aber mit Sicherheit ist das niemals die Basis für meine persönliche Entscheidung, wie ich eine Person einschätze. Du kennst ja den Spruch mit den Fliegen und ihrer Lieblingsspeise… ;-)

    Zumal ich meine Einschätzung auch nicht von Einzelpunkten abhängig mache, wie das im Moment in jener Diskussion auch oft zu beobachten ist, sondern von einem Gesamtbild, in dem ein einzelner Punkt, das vielleicht zu ktitisieren ist, den Gesamteindruck nicht sofort in sein Gegenteil verkehren kann. Selbst wenn die Kritik voll umfänglich berechtigt sein sollte, zählt das Gesamtbild, und nicht der eine “Fehler� - im Gegenteil: sowas würde mir zunächst einmal nur bestätigen, es mit einem ganz normalen Menschen zu tun zu haben. Und ein ganz normaler Mensch ist erstmal per se imo immer glaubwürdig. Denn diese “Würde� hat jeder Mensch, die gehört imo zu seiner “Menschenwürde�.

    “Glaubwürdigkeit� muss ich nicht erst beweisen. Beweisen müsste ich die erst, wenn ich diese einmal selbst komplett verspielt haben sollte. Dazu aber muss ich mir schon einiges leisten, und zwar auf einer sehr persönlichen Ebene, nicht auf einer Ebene, die ich - wie in diesem Fall, als eine (zu) ideologisch geführte Metadiskussion auf das Persönliche herunterprojeziert sehe. Eine sachliche Auseinandersetzung mit verschiedenen Meinungen und Argumenten ist etwas anderes, da gehören Personen und die Hinterfragung ihrer “Würden� nicht hinein, sonst geht das völlig an der Sache vorbei und direkt in die Hose. Denn dann wird “Unmenschliches� (heißt: Dingliches) auf “Menschliche� Sphären übertragen, und das darf imo nicht passieren, wenn man schon von “Würdigkeiten� redet. Und in der Sache kommt man auch auf keinen grünen Zweig, es geht also auf beiden Ebenen schief.

Kommentieren