Hallo GEMA…
… wir hätten da mal ein Anliegen…
Ein Repost eines Postings von Januar aus dem Singvøgel-Weblog aus aktuellem Anlass
17. Januar 2009, um 11:07 Uhr
Ein Video der Open Rights Group erläutert - leider bisher nur auf englisch - Hintergründe und Auswirkungen der von der EU geplanten Verlängerung der Schutzfrist von Tonaufnahmen, das offensichtlich ein weiteres Gesetz ist, das den Verfassern direkt von interessierten Lobbyisten, hier wohl der Rechteverwertungsindustrie, in die Feder diktiert wurde.
Da wir als Musiker von diesem Gesetz direkt betroffen sind - und wieder mit dem Schein-Argument “das geistige Eigentum von Künstlern zu schützen” gerade Künstlern sowohl künstlerische Möglichkeiten und Freiheiten wie auch konkret faktisch finanzielle Teilhabe an den eigenen Werken gekürzt werden (letzteres eine Tendenz, die ja schon seit Jahren auch bei der GEMA - mit dem selben Argument - zu verfolgen ist) - unterstützen wir die Forderung der “Soundcopyright”-Initiative, dieses Gesetzesvorhaben zu stoppen. (via netzpolitik).
Eine Ausweitung des in Teilen eh schon völlig überzogenen und kulturfeindlichen Umgangs mit - nein, eben am Ende nicht dem Urheberrecht, sondern den Verwertungs- und Monetarisierungsrechten derer, die mit den Werken von Kulturschaffenden schlicht “Geschäft” machen und sonst nix, mit teils absurdesten Auswüchsen, ist nicht nur nicht notwendig sondern wäre ein weiterer Sargnagel für ebendas, was da vorgeblich “geschützt” werden soll: Kultur und Kunst.
Ha, passt ja grad wie die Faust aufs Auge zu meinem langen vorletzten Beitrag. Ein Vortrag über Orwells “Newspeak” - Neusprech - im Überwachungsstaat:
(via)
eigentlich einen Bonus seines Arbeitgebers, wenn er Ypsilantis Hessenwahl versucht zu torpedieren, weil die Frau nix von Atomkram etc. hält?
Wenn HartzIV- und Energieriesenvertreter Clement sagt, Ypsilanti sei wegen ihrer Vorstellungen zur Energiepolitik nicht wählbar, dann ist sowas aus dem Munde eines Monopolisteninteressenvertreters und Atomkraftbefürworters für mich ja schon eine regelrechte Wahlempfehlung.
Weiß noch nicht. Die SPD hat mich in den letzten Jahren auch einige Male ent- und getäuscht - was nützt es, das kleinere Übel zu wählen, wenn selbst das sich inzwischen zu einem solchen Übel entwickelt hat, dass “die anderen sind noch schlimmer” irgendwann auch kaum mehr ein Argument ist? Ich bin da echt ratlos.
Naja, andererseits hat Koch “sein” Übel inzwischen soweit ausgebaut, dass tatsächlich alle anderen als sehr viel kleineres dastehen. Außer die geistigen Vorbilder seiner Kampagne, die NPD und DVU, vielleicht.
Immer noch. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich nichts verpasse. In der Frage, ob mich das beunruhigt oder beruhigt entscheide ich mich einfach mal egoistisch für letzteres. Zumindest muss ich mich nicht über die jüngsten Möchtegernwichtigkeiten dieser dilettantischen Möchtegerneliten in Politik und Medien aufregen. Das ermöglicht einen ruhigen Schlaf.