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Traum

Duke ganz groĂź. Lesen! Jetzt!

[…] Tatort Flughafen. Tausende BĂĽrger bedauern die Abschiebung des Innenministers sowie weiterer des permanenten LĂĽgens ĂĽberfĂĽhrter Volksvertreter in anerkannte Kriegs-, Krisen- sowie wirtschaftliche Notstandsgebiete unserer schönen Welt. Eine unangemeldete Demonstration von präpotenten Politikern und peinlich gerĂĽhrten Parlamentariern am Berliner Reichstag musste von der Polizei niedergeknĂĽppelt werden, weil einer der “angereisten Berufsschwätzer” – so ein ScharfschĂĽtze des HEK (Horroreindämmerungskommandos) – mit “Papieren gewedelt” haben soll: auf sowas kann man ausrutschen (so ein Polizist). Daher sofort Schlammwerfer-Einsatz von Bereitschaften des Hooliganblocks sowie Abwurf gebackener SchafsscheiĂźe vom Hubschrauber aus auf die Köpfe der – größtenteils mit Phrasen vermummten – Abgeordneten. BĂĽrgersprecherin Lisa “Punkie” Leckmich bedauerte ausdrĂĽcklich, dass nach bestehender Gesetzeslage die “Gewalt vom Volke” auszugehen habe – da könne frau “leider keine Ausnahme” machen, auch wenn man die nach Iran, Sudan, Tibet und in den Kongo abgeschobenen Volksvertreter “nicht beneide”. Sie hätten sich ihr Los aber selbst zuzuschreiben: “Wer sich wählen lässt muss wissen worauf er sich einlässt” (so ein Wähler). In Zukunft werde man solche Fälle aber “humaner” handhaben und die – leider schlecht in die Demokratie integriert gewesenen – Politiker beim Rauswurf nicht auch noch treten, kneifen oder gar mit gezĂĽckten Gedichten von Schiller und Brecht bedrohen (Erich Fried tut´s auch). Von “Schubshaft” gegen die hinterbliebenen Familien werde “vorerst abgesehen”, bis die BĂĽrgerinitiative neu tage, was in drei bis fĂĽnf Jahren bestimmt vielleicht klappen könne.[…]

[…]Dem möglichen Einwand, Träume taugten nicht dazu, die Wirklichkeit zu beeinflussen, muss ich entgegnen: wozu sonst sollen sie gut sein? […]

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Kurzer Rundumschlag

OK, das da war ein Drecksmarder, somit zahlt’s die Versicherung *uff*.

Das da hat erstmal funktioniert.

Im Übrigen bin ich es langsam Leid, mich nur dafür abzustrampeln, dass Dinge wenigstens halbwegs erträglich bleiben und nicht sofort schlimmer, wenn man mal einen Moment verschnaufen will. Gehört, Welt? Ein Fortschritt zum Besseren wäre angebracht, wenn man schon ständig Dauerlauf machen muss! Das wäre jetzt endlich mal an der Zeit!

Dann: Hessen. Naja, muss man nix sagen, auĂźer: wer Koch wählt, denn halte ich fĂĽr einen rassistischen, hirn- und schwanzlosen Vollpfosten. Denn wie der Herr, so’s G’scherr, heiĂźts ja im Volksmund, oder?

Und natĂĽrlich: Nokia. Oooooh, die bösen, selbstsĂĽchtigen Turbokapitalisten! Machen einfach, was Siemens, BenQ, MĂĽller, … usw. usw. usf. auch alle machen, weil es nunmal genau so möglich und aus GewinnmaximierungsĂĽberlegungen auch nötig ist - und Nokia dämlich wäre, wenn ausgerechnet sie das, was alle anderen tun, nicht täte.

Hey, Volk, beschwert euch nicht bei der Wirtschaft, Wirtschaftsunternehmen, speziell in einem kapitalistischen System, sind nicht für das Gemeinwohl zuständig, sondern für ihren Profit und Eigennutz. Wer grundsätzlich mal Marktwirtschaft will, der akzeptiert das auch.

FĂĽr das Gemeinwohl ist die Politik, die “Volksvertretung”, zuständig. Und damit auch dafĂĽr, dem Eigennutzstreben der Wirtschaft die notwendigen vernĂĽnftigen Grenzen zu geben, die verhindern, dass dieser nötige Eigennutz zu Lasten eben jenes Gemeinwohls geht.

Also die Leute, die jetzt groĂź in Medien von “Unanständigkeiten”, “Imageschaden” und “Boykotten” faseln, aber seit Jahren nicht nur nichts gegen die Bedingungen, die u.a. Nokia, wie es sich fĂĽr ein Profitorientiertes Unternehmen gehört, jetzt nutzt, getan haben, obwohl das nun wahrlich lange genug bekannt ist, nein, es sind eben dieselben, die diese Bedingungen erst geschaffen haben, die sie da nun so scheinheilig beklagen!

Wenn ihr also einen “Schuldigen” sucht, schaut nach Berlin und BrĂĽssel. Und achtet mal auf die Aufsichtsratsposten, auf denen sich inzwischen diverse Ex-Minister und ähnliche Vertreter der Politikerkaste inzwischen ihren fetten Arsch breit sitzen. In den Konzernen, die genau die Bedinungen nutzen, die jene, die nun davon profitieren, ihnen geschaffen haben. Und glaub keiner, ein einziger jener jetzt sich laut empörender aktiven Politiker täte irgendwann seinen Job, nämlich, sich ums Gemeinwohl zu kĂĽmmern: die sägen doch nicht an dem Ast, auf dem sie nach ihrer Politikerzeit zu sitzen gedenken.

Volksvertreter? Dass ich nicht lache! Die Wirtschaftspöstchen für später werden doch schon vorgewärmt! Gemeinwohl? Politik ist doch auch nur noch Selbstzweck.

Dauert nicht mehr lange, und wer nur nach “Gemeinwohl” googelt macht sich schon links- und terrorverdächtig.

Mit anderen Worten: beschwere sich keiner, dass Wirtschaftsunternehmen ihren Job machen. Sondern, dass die Volksvertreter den ihren nicht machen.

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Misstrauensvotum - das Parlament der Angst

SZ: DĂĽstere Aussichten

[…] Ich bin einer von 222 SPD-Abgeordneten. Im Wahlkreis Dortmund I wurde ich direkt ins Parlament gewählt – eigentlich um die Regierung zu kontrollieren. Aber darum geht es kaum. Die wichtigste Aufgabe einer Regierungsfraktion scheint vielmehr darin zu bestehen, die Vorgaben der Regierung möglichst kritiklos umzusetzen und die SPD-Minister in ein gutes Licht zu rĂĽcken. Die politische Linie zu beeinflussen ist fĂĽr Abgeordnete sehr schwierig. Wer häufig gegen die Mehrheit stimmt, ist bei der Fraktionsspitze schnell unten durch und wird irgendwann nicht mehr ernst genommen. Vor wichtigen Entscheidungen werden Abweichler unter Druck gesetzt und zum Beispiel zu Einzelgesprächen ins BĂĽro von Peter Struck, unserem Fraktionsvorsitzenden, zitiert. […]

Erzählt ein SPD-Abgeordneter.

Nein, dass nur 11 “Volksvertreter” der Koalition, davon 7 SPDler (nein, Ex-”BĂĽrgerrechtler” wie Thierse haben auch mit “ja” gestimmt) das Misstrauensvotum gegen die BĂĽrger dieses Landes ablehnten wundert mich nicht, beim derzeitigen Zustand der politischen “Elite” dieses Landes.

Dass 37 SPDler und 30 CDU-CSUler es vorzogen, ihre kleine politische Hinterbänkler-Karriere nicht durch “Abweicheln” zu gefährden - oder aber alternativ ihnen das Thema scheinbar unwichtig genug war? - und halt garnicht erst abstimmten - geschenkt. Jahrelange Politikverdrossenheit kommt ja nicht von ungefähr, enttäuscht kann man nur von jemandem oder etwas werden, dem man etwas anderes/besseres zugetraut hätte.

Wenn ĂĽbrigens Marco BĂĽlow, der da in der SZ so “unabhängig” auftrat und das unfreie Fraktionsleben beklagte, hier nicht unter den “Abweichlern” zu finden ist, gehe ich davon aus, dass er tatsächlich “dafĂĽr” war. Und hoffe, dass er, wie viele andere Abgeordnete auch, die vergessen haben, wessen Vertretung sie sind, bei der nächsten Wahl die Rechnung bekommt.

Dieses Dokument der Schande hier jedenfalls drucke ich mir aus. Ich will wissen, wer mir so misstraut, dass er wissen möchte, wann ich mit wem wie lange telefoniere, maile oder sonstwas mache.

Ich hege nämlich tiefstes Misstrauen gegen Leute, die mir nicht trauen, obwohl sie mich garnicht persönlich kennen und demnach eigentlich keinen Grund dazu haben dürften (Ja, ich nehme das so persönlich).

Solche Leute halte ich für paranoid und gefährlich. Die wissen nicht was sie tun, und damit ist denen alles zuzutrauen - im Gegensatz zu deren irrationalen Ängsten allerdings völlig real. Denn nicht zu wissen, was sie tun hält sie leider nicht davon ab, dennoch Dinge zu tun.

Naja, sind ja nicht die einzigen mit solchen Ängsten.

Nachtrag:


Kontrolle muss sein (Bundestag United)

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Keine Nachrichten mehr

So, jetzt ist es mal wieder so weit, ich verordne mir Abstinenz von Nachrichten, egal ob in der Glotze oder im Radio. Da krieg’ ich sonst nur Kreislauf von, von der verlogenen ScheiĂźe, die mir da aus PolitikermĂĽndern in vollster Ăśberzeugung entgegenquillt.

Den Ausschlag gab heute “Sozialdemokrat” MĂĽnte, der “soziale Gerechtigkeit” scheinbar darin erfĂĽllt sieht, dass es allen genauso ScheiĂźe zu gehen habe, wenn er nach dem altbekannten Muster “Es ist nicht einzusehen, dass es {insert beliebigen Gruppennamen here} besser geht als {insert irgendeinen anderen Gruppennamen, der mit der ersten in keinerlei Zusammenhang steht, auĂźer, dass auch dies eine Gruppe ist here}” das alte “wir spielen alle gegeneinander aus, dann wird sich keiner gegen uns wenden”-Spiel und natĂĽrlich das Bild des Sozialschmarotzenden “Selber Schuld”-Bildes bringt, denn freilich sind Arbeitslose unter 60 nur faule Säcke.

Was mich weniger aufregt ist das inhaltliche, denn von unseren realitätsfernen “Eliten” und sich sonstwie als was Besseres fĂĽhlenden ist man diese AttitĂĽden das ja seit Jahren gewohnt.

Was mich echt aufregt ist diese Ăśberzeugung, mit der hier unter Umgehung sämtlicher Logik “argumentiert” wird, um eben nicht zu sagen, gelogen, gehetzt und fĂĽr Dumm verkauft wird - es wird eben nicht argumentiert sondern nur stumpf behauptet und konstruiert, ohne Substanz und reale Zusammenhänge. Es wird ein Matsch von indifferenten Inhalten geliefert, der nicht mehr unterscheiden kann zwischen Meinung, Behauptung, Postulat und Tatsache, und so schĂĽtten die mir da einen Haufen niveaulosen, stinkenden SprachmĂĽll in die Ohren. Das ist akustische Luftverschmutzung und grenzt an Körperverletzung, wenn man sich klar macht, dass das ja von einem Hirn verarbeitet werden muss.

Diese gezeigte Dummheit und der damit verbundene Glaube, alle Zuhörer seien mindestens ebenso dumm und merken das nicht regt mich auf. 200 Puls! Echt!

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Wer macht die Fehler?

Politiker jedenfalls nicht. Die werden höchstens missverstanden.

Und erzählen bei der “Richtigstellung” den selben Blödsinn grad nochmal.

Geht ja auch garnicht anders, denn um was anderes sagen zu können als vorher mĂĽsste man ja begriffen haben, dass das vorher tatsächlich Blödsinn war. Und eben nicht nur “missverstanden” oder sogar nur “falsch zitiert”.

Es ist deren Missverständnis: dass der “Eindruck” der durch “sinnentstellende KĂĽrzung” entstanden sei, ein falscher sei und nun “korrigiert” sei.

Sorry, aber ich sehe in der Aussage und damit auch im “Eindruck”, keinen Unterschied, ob jemand sagt “seiner Meinung nach” sei es nur eine Frage der Zeit - oder ob das “die Meinung von Experten” sei.

“Experten” sind scheinbar eh fĂĽr Politiker das, was fĂĽr Kinder “der fremde Mann” ist, der den Kratzer ins Auto gemacht hat oder einem sagte, man solle das oder jenes tun . Und “alle Experten” sind sowieso das fĂĽr Politiker was fĂĽr die BILD “ganz Deutschland” heiĂźt.

Wenn man anonyme “Experten” nötig hat, die man in Ermangelung schlĂĽssiger Argumente als StĂĽtze seiner Thesen heranzieht, mag das rethorisch eine (nicht besonders gute) Möglichkeit sein, seinen Behauptungen Autorität zu verleihen und gleichzeitig die Verantwortung dafĂĽr von sich zu schieben, aber hey - wozu fĂĽhre ich solche “Argumentationen” denn auf? Um dann zu sagen, dass ich hinter der damit verbundenen These garnicht stehe?

Ist doch Quatsch! Sowas mache ich doch, um meiner Behauptung Autorität, Pseudo-Sachlichkeit und Allgemeingültigkeit zu verleihen. Und damit ändert sich genau garnichts an dem Eindruck, den ich von Anfang an von dieser ständigen hysterischen Panikmache hatte und habe.

Ist also alles so wie immer.

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Realitätsferne

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Tag ist Nacht und hell ist dunkel

  • SA-Mitglieder sind Nazigegner
  • Die Unterschrift unter ein Todesurteil bringt niemanden um
  • BMW wirbt fĂĽr sein Auto mit “niedrigen CO2-Wertenâ€?
  • Die Unschuldsvermutung gefährdet den BĂĽrger, besser ist es, ihn stattdessen generell zu verdächtigen und ihn auf dem Einwohnermeldeamt präventiv erkennungsdienstlich zu behandeln. Das hat auch mit dem Strafrecht ĂĽberhaupt garnichts zu tun
  • Folter, die wer anderes macht, bringts. Und Unrecht ist sie dort nicht, solange sie dort nicht verboten ist, sonst wäre sie dort ja verboten
  • Säkularisation und Aufklärung sind Errungenschaften des Christentums
  • Wenn 2010 30% der Kleinkinder einen Krippenplatz haben gibt es keine Familien mehr, in denen ein Partner die Mutter zuhause bleibt und sich um Kind & KĂĽche kĂĽmmert. Denn dann mĂĽssen alle ihre Kinder in die Krippe bringen, ob sie wollen oder nicht.
  • Wenn es der Wirtschaft schlecht geht soll man bescheiden sein mit seinen Forderungen, damit es besser wird und es dann wieder allen besser geht. Wenn es der Wirtschaft gut geht soll man bescheiden sein mit seinen Forderungen, damit das so bleibt.
  • Demokratisch gewählte Volksvertreter, die MaĂźnahmen gegen den Willen des größten Teils der Bevölkerung durchboxen, sind gute Volksvertreter
  • Datenschutz bringt Unsicherheit

neu dabei

und weiter:

  • Atomkraftwerke und erhöhte Leukämiehäufigkeit um solche herum haben nichts miteinander zu tun. Killerspiele, die von Millionen gespielt werden, verursachen Amokläufe.
  • Alkohol ist ein Genussmittel und keine Droge

…to be continued

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