Soziologie ist gefährlich

Speziell Soziologen sind es, die immer wieder das Misstrauen von Staatsorganen auf sich ziehen. Warum das so ist?

Nunja, vielleicht erklärt das dieser schöne Vortrag des amerikanischen Soziologen Sam Richards, in dem er erklärt, was die seiner Meinung nach wohl wichtigste Fertigkeit eines Soziologen sei: Empathie, das Sich-hineinversetzen-können in andere Menschen, das Nachvollziehen ihrer Lebenswelt.

Und eine zweite, die ich hinzufügen möchte – die er auch beherrscht, aber die er vergaß zu erwähnen: die Fähigkeit, die daraus gewonnenen Erkenntnisse und Einsichten auch anderen zu vermitteln. So, dass auch diese das nachvollziehen können.

Und ja, in Zeiten wie diesen sind das sehr gefährliche Fertigkeiten. Man stelle sich das nur mal vor – wenn das alle so machen würden… !

(Leider auf Englisch und ohne deutsche Untertitel. Wer gesprochenes Englisch nicht so gut versteht kann auf der Originalseite aber zumindest englische einblenden, das hilft auch schon, der gute Mann nuschelt hier und da bei manchen Wörtern schon mal ganz fürchterlich -> Direktlink zum Video)

(via Patrick Breitenbach)

1 Gedanke zu „Soziologie ist gefährlich

  1. Eigentlich lässt es sich m.E. in einem Satz ausdrücken: Empathie läuft dem Machterhaltungsprinzip „divide et impera“ zuwider.

    Wenn wir uns nicht mehr ist erster Linie als Deutsche, Amerikaner, Christen oder Demokraten fühlen würden, sondern als Menschheit auf einem gemeinsamen Planeten, mit gleichen elementaren Bedürfnissen und Menschenrechten, verlieren die territorialen Machthaber ihre Macht über uns und alle ihre Besitzansprüche für die globalen Ressourcen, die im Grunde allen Menschen gleichermaßen zustehen. Und die Empathie könnte sogar noch weiter gehen. Sie könnte uns in die Lage versetzen, uns in jedes Lebewesen auf unserem Planeten hineinzufühlen…

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