Es ist am Ende ja in den meisten Fällen doch ein Verwandter oder Nachbar

Was für Missbrauchsfälle gilt, die in den seltensten Fällen vom „bösen Fremden von außerhalb“ verübt werden, gilt offensichtlich auch für „Terror“ – und wie beim Missbrauch entspricht die Realität selten der (medial gehypten) Wahrnehmung.

Und wie beim Missbrauch sind die Maßnahmen der Politik bestenfalls populistische Augenwischerei, schlechtestenfalls das Nutzen einer Möglichkeit, um eigene Ängste vor dem Mitbürger zu kompensieren. Indem man eine Hysterie aufbaut, deren Ende der Verlust bürgerlicher Rechte und Freiheiten sind, weil ängstliche alte Männer Angst haben, dass andere Menschen Dinge tun, von denen sie nichts wissen und die glauben, dass Kontrolle und mehr Kontrolle ihnen die Angst vorm Tod nimmt. Wie nennt man so ein Verhalten nochmal? Neurotisch? Psychotisch? Irgendsowas doch, oder?

Das ist letztlich aber weder neu noch wirklich überraschend. Ärgerlich ist, dass ich davon nicht mit derselben Lautstärke und Vehemenz aus den „Qualitätsmedien“ erfahre, wie ebenjene damals die Panik mit dem Bild der orientalen Brunnenvergifter (ein gern genommerner Topos, fast schon abgegriffen, hätte man eigentlich meinen können) mitschürten. Genau genommen höre ich da fast garnichts.

Aber wozu gibt’s Blogs und das Internet. Auf dass der Großteil der Journallie weiterhin ihr langsames Sterben zelebriere, wer braucht so einen Journalismus schon.

2 Gedanken zu „Es ist am Ende ja in den meisten Fällen doch ein Verwandter oder Nachbar

  1. ach – wenn schon das gedrückte wort lüge&illusion ist, wie sollte es sein, das das virtuelle, gedrückte wort auf einmal realer wird?

    wirklichkeit wird immer mehr das, was wir als solche definieren&wahrnehmen.

    das „Virtuelle“ und das „Reale“ entfernen sich immer schneller voneinander.

    bald wird man einen merlin oder eine morgaine brauchen, um von einer welt in die andere zu gelangen.

    wow.

    das ist dann wohl dann „ElfenReich 2.0“, oder?

  2. Ivins dagegen habe eine lange Vorgeschichte psychischer Erkrankungen und sei unter dem Druck der Ermittlungen noch auffälliger geworden, habe neue Morddrohungen ausgestoßen und mit Stolz auf seine „biologischen Waffen im Labor“ verwiesen.

    das verwirrt mich nun noch mahr, als ich auch so schon bin:

    wer hat den amerikanern erzählt, es sei sinnvoll, nachgewiesener maßen wahnsinnige mit biologischen waffen spielen zu lassen?

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