Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:
« 1 2 3 4 »

Archiv zur Kategorie Wacko

Jetzt doch ein Nazivergleich

Bislang hatte ich es vermieden, einen Nazivergleich aufzumachen ob jener Versuche mancher “konservativer” Politiker, das Grundgesetz faktisch abzuschaffen (also das Gegenteil von “Konservierung” und “Werteerhaltung” betreiben), obwohl es reizt und sich auch durchaus anbietet.

Aber mit dem “Konvertitenregister” ist es dann doch soweit.

Werden mir in nicht allzuferner Zukunft Menschen mit einem aufgenĂ€hten gelben Halbmond auf der Jacke ĂŒber den Weg laufen?

Kommentare (1)

Union scheißt auf den Gleichheitsgrundsatz der Verfassung?

Oder wie darf ich das verstehen?

Nicht jedes Lebens- oder Gesellschaftsmodell verdient es, im Zeichen der PluralitĂ€t gleichermaßen gefördert zu werden.

Und das da ist ja wohl eine Geschichtsklitterung ohne Gleichen: die Menschenrechte sind aus der AufklÀrung entstanden. Nicht aus dem christlichen Menschenbild. Sondern diesem zum Trotz und gegen eine bis dahin christliche Obrigkeitherrschaft mit einigen Opfern durchgesetzt.

Die aus dem christlichen Menschenbild entstandenen Menschenrechte sind universell gĂŒltig und dĂŒrfen nicht in Frage gestellt werden.

Ja, ohne das Christentum gĂ€be es keine AuflĂ€rung in der Form, wie sie stattfand: denn sie wĂ€re so nicht nötig gewesen. Unfreiwillig richtig, wenn man es wörtlich nimmt und die “Entstehung” rein kausal als “Anlass” versteht… ;-)

Na denn, auf zum voraufgeklÀrten Gottesstaat mit Ketzerparagrafen und Ungleichbehandlung auf Grund Religion, sexuellen Orientierungen oder was auch immer.

Das schlimme ist: ich fĂŒrchte, diese C-Politiker glauben wahrscheinlich tatsĂ€chlich, sich mit diesen mittelalterlichen Vorstellungen, die sie keinen Meter von dem ihrer erklĂ€rten Feindbilder, den bösen Gottesstaat-Moslems unterscheidet, im Rahmen des Grundgesetzes zu bewegen und humanistische Werte zu vertreten, obwohl ja wirklich das Gegenteil der Fall ist und die Durchsetzung solcher Weltbilder faktisch die Abschaffung von AufklĂ€rung und von Gleichwertigkeit geprĂ€gtem Menschenbild und -recht bedeutet - und zwar ĂŒberdeutlich und unmissverstĂ€ndlich, wenn man sich die Formulierung der Aussagen dieser Leute durchliest, denn genau das wird doch da direkt und unverblĂŒmt ausgesagt. Wie weit muss da die ReflexionsunfĂ€higkeit schon gediehen sein um so eine unglaubliche Verschiebung in der Selbstwahrnehmung zu ermöglichen?

Ob’s was nĂŒtzt, denen auch noch ein paar Grundgesetze zu schicken, so als Erinnerung, was hier (noch) an Grundwerten gilt - zumindest solange, bis die ihre “Leitkultur” dagegen durchgesetzt haben?

Kommentare (10)

Das muss ich nicht verstehen

warum es nötig sein soll, noch mehr abzuhören, zu ĂŒberwachen, Armee im Inneren einzusetzen und GeneralverdĂ€chte gelten zu lassen, wenn doch das, was schon da ist, offensichtlich so gut genug war, dass langfristig genug beobachtet und sauber verhindert werden konnte? Seit wann ist ein Erfolg Anlass zur Sorge und “Wir mĂŒssen was Ă€ndern”-Gedöns?

Kommentare (1)

ZurĂŒck auf die Insel

Ich ĂŒberlege, ob ich mir nicht irgendwo einen Fluchtpunkt zulege - wenn das hier so weiter geht könnte das in ein paar Jahren nötig sein - ein Semester Soziologie habe ich ja auch in meinen Records stehen (als ob Wissenschaft alleine nicht schon verdĂ€chtig genug wĂ€re), dann noch Musik, also KĂŒnstler, dann noch öffentlich die Meinung-Sager.

OK, ich bin kein Jude, nicht schwarz und nicht schwul, das könnte mich, solange ich in BundeslĂ€ndern ohne C-Parteien-Innenminister bleibe, ein paar Monate lĂ€nger vor der Abholung schĂŒtzen, aber allzuviel dĂŒrfte das nicht bringen, denn schwerer wird wohl “kann lesen und schreiben” wiegen, denn das alleine ermöglicht mir ja durchaus das Verfassen von was auch immer fĂŒr Texten und unter UmstĂ€nden die Recherche fĂŒr diese.

Und das schlimmste: ich habe manchmal mein Handy nicht dabei!

Zum GlĂŒck bin ich ziemlich resistent gegen Paranoia, so dass schon noch einiges mehr passieren muss, bevor ich tatsĂ€chlich echte “Angst” bekĂ€me.

Dummerweise sind das wohl nicht alle, und so sind es gerade diese Ă€ngstlichen Leute, die irgendwann ihre eigenen irrationalen Ängste soweit in die RealitĂ€t projeziert haben, dass man vor den Folgen dieser Ängste wirklich Angst bekommen muss.

(via karan)

Kommentare (2)

Von Killerenten und Tigerspielen

Neben den “Killerspielenâ€? lauert ein noch grĂ¶ĂŸerer Feind: die Tigerente!

Nur Edmund Stoiber mit seiner CSU steht heldenhaft zwischen den Kindern und der zerstörerischen Kraft von panamaischen Bananenkisten und gelbgestreiften MonsterschnÀbeln.

Man dĂŒrfe nicht zulassen, so Stoiber gestern in Berlin, dass der 76 Jahre alte Janosch mit seinen teilweise antireligiösen Zeichnungen und Äußerungen Zugang zu unseren Kinderzimmern erlange. Kirche, Gesellschaft und Politik mĂŒssten statt dessen an einem Strang ziehen und den Kindern Orientierung, Werte und Religion vermitteln.

Ich wusste es. Aliens bestrahlen uns. Und manchen scheinen sie schon die letzten von Weißbier noch nicht ganz zerlegten Synapsen weggebraten zu haben


Kommentar

Der Zustand des hiesigen Journalismus


 ist ja schon lĂ€nger unter aller Sau und bleibt es wohl auch angesichts des ach so wichtigen G8-Gipfels, der soooo superwichtig ist, dass man den ganzen Tag live berichten muss, aber offensichtlich dennoch nicht wichtig genug, um wenigstens hier endlich doch mal wieder zur Abwechslung wenigstens einigermaßen seriösen Journalismus zu betreiben. Das Gegenteil ist der Fall, man scheint sich da beim “seriösen Journalismusâ€? gegenseitig mit Enten, Missdeutungen und Fantasiestories ĂŒberbieten zu wollen.

Nicht dass das was neues wÀre oder ich ernsthaft was anderes erwartet hÀtte.

Aber jetzt weiß ich auch wie sowas kommt


Aber zum GlĂŒck gibts diese völlig unseriösen InternettagebĂŒcher, da kann man sich wenigstens informieren, was wirklich so los ist rund um G8. Und weiß meist schon Bescheid, wĂ€rend die “seriösenâ€? noch teils Tage lang ihre Falschmeldungen voneinander abschreiben.

Allerdings kann allzu wĂŒster Gammeljournalismus noch richtig Ärger machen. Wie gesagt, wenn ich wissen will, wie’s wirklich war les’ ich Blogs von Leuten, die wirklich vor Ort waren


Kommentar

Zuhören. ZurĂŒckspulen. Nochmal zuhören

Sich Wort fĂŒr Wort, das da gesprochen wird, bewusst machen. Und verstehen, worum es bei der “Terrorabwehrâ€? wirklich geht. Und wofĂŒr die Verfassung faktisch abgeschafft wird und einem Überwachungsstaat Platz macht. Unter dem Applaus blinder und tauber Schafe.


Ordnungswidrigkeiten bedrohen “die innere Sicherheitâ€?. Wer Ordnungswidrigkeiten begeht ist eine Gefahr fĂŒr Staat und Volk. Ein VolksschĂ€dling, quasi.

Da darf man nicht drĂŒber diskutieren. Das muss man einfach machen.

BĂŒrgerrechte? Demokratie? VerhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit? Das ist doch alles linksextremes Terroristen-Vokabular!

Ich habe fertig.

(via)

P.S.: Achso, wer etwas Zeit hat kann sich auch die mp3 des HR2-â€?Der Tagâ€?-Beitrages “Ein Gespenst geht um in Deutschland: Der Staatsfeindâ€? downloaden oder beim Pantoffelpunk auf’m MP3-Player anhören. Lohnt sich.

Kommentar

Grad mach ich’s Maul zu

Liest man folgendes im aktuellen Verfaschsungsschutzbericht:

Linksextremisten werten die VerschĂ€rfung der Sicherheitsgesetze nach den TerroranschlĂ€gen vom 11. September 2001 als eine neue QualitĂ€t “staatlicher Repressionâ€?. Sie nehmen auch die Sicherheitsmaßnahmen [..] zum Anlass, den aus ihrer Sicht permanenten Ausbau des Überwachungsstaates und die repressive Wirkung der dabei eingesetzten neuen Technologien anzuprangern, wie z. B. RFID-Chips, Gen- oder Biometrische Datenbanken, KameraĂŒberwachung öffentlicher PlĂ€tze.

weiß ich wieder, warum ich mein Blog so nannte wie es heißt
.

Wie war der alte Spruch nochmal? “Ein kluges Wort, schon ist man Kommunistâ€?


(via)

Kommentar

Achso, Seehofer & Co


eure “Sorgeâ€? um den Verbraucher und euer Geseier ĂĄ la “Der Verbraucher muss die Möglichkeit haben, zu wissen was er kauftâ€? in Bezug auf die “Gesundheitâ€? von Produkten nehme ich euch nicht ab.

Nicht, wenn ihr ein paar Wochen vorher, noch dazu als “Verbraucherschutzministeriumâ€?, ablehnt, dass Lebensmittel, die mit Hilfe von Gentechnik entstanden sind/ gentechnisch verĂ€nderte Inhalte haben, das Kund tun mĂŒssen. “Nicht nötigâ€? entscheidet ihr mal eben wieder ĂŒber das, was IMO die meisten “Verbraucherâ€? fĂŒr schon lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llig halten. Klar, warum sollte ich kleines BĂŒrgerlein auch ein Recht darauf haben, zu wissen, wofĂŒr ich meine Kohle ausgebe. Nachher könnte ich ja am Ende das kaufen, was ich tatsĂ€chlich gerne hĂ€tte und das, was ich nicht möchte im Regal stehen lassen. Das können “Volksvertreterâ€?, die diese Bezeichnung seit lĂ€ngerem schon nicht mehr verdienen, ja nun wirklich nicht zulassen, wo kommen wir denn da hin, am Ende bekommt man den gewĂŒnschten Nach-Politik-Aufsichtsratsposten nicht, was? Geht doch einfach sterben, ihr lobbyhörigen korrupten Arschlöcher! möchte man am liebsten sagen. Bin ich aber zu gut erzogen zu, fĂŒrchte ich.

Achso, was, wenn nicht die “Sorgeâ€? um die Gesundheit des BĂŒrgers treibt euch sonst zu diesem lĂ€cherlichen “Fit statt Fettâ€?-Aktionismus? Ablenkung von eurem Nichtstun.

Achso, und natĂŒrlich Kohle, was denn sonst. Eine versteckte Steuererhöhung, mal wieder. Euch ist’s ein Dorn im Auge, dass es Lebensmittel zum reinen “Genussâ€? gibt, auf die es noch 7% Mehrwertsteuer hat.

Na? Stimmts?

Ihr könnt nach Hause gehn.

Kommentar

Politische Kultur

Die CDU, noch mehr die CSU, scheint mir tatsĂ€chlich ein Problem mit den demokratischen Prinzipien bzw. den Ämtern zu haben, die die Verfassung diesem Land vorgibt. Erst mischen sie sich in die Judikative ein, weil sie von Gewaltenteilung keine Ahnung haben, jetzt erpressen sie den BundesprĂ€sidenten nach dem Motto “Wenn du nicht tust was wir wollen, dann wird dein Vertrag nicht verlĂ€ngertâ€? - sind wir jetzt beim Fußball???

Aber in einer Partei, in der man es scheiße findet und auch garnicht gewohnt ist, zu einer demokratischen Wahl eines Vorsitzenden mehr als einen Kandidaten zu haben und tatsĂ€chlich wĂ€hlen soll *brrr* anstatt einfach abzunicken, was vorher ausgeklĂŒngelt wurde, wie sich das gehört in einer guten Demokratie, fĂŒr die das Rechtsprinzip der Unschuldsvermutung nicht mehr “ZeitgemĂ€ĂŸâ€? ist und die keinen Unterschied wzischen Verbrecherkartei und Daten des Einwohnermeldeamts erkennen können darf man wohl nicht mehr erwarten. In Gemeinschaftskunde haben diese Typen wohl eh immer geschwĂ€nzt. Da habe ich jedenfalls mal gelernt, wie das laut Verfassung mal alles so gedacht war und vor allem warum. Letzteres unterstĂŒtzt durch guten Geschichtsunterricht, den diese Leute wohl auch nie hatten.

Zur Frage nach Klars Begnadigung habe ich keine fundierte Meinung, da ich mich damit nicht beschĂ€ftigt habe und den Mann ja auch nicht kenne (um sowas mit Verantwortung beurteilen zu können mĂŒsste ich mich erstmal mit ihm unterhalten
 ooops). Aber wenn Hotte nunmal der BundesprĂ€si ist, und der BundesprĂ€si derjenige, der - souverĂ€n - ĂŒber solche Dinge zu entscheiden hat, dann ist es mehr als frech, was diese Stammtisch-Möchtegerndemagogen grade aus Bayern da loslassen. Wenn der Mann gerne mit demjenigen sprechen möchte, der ihn da um Gnade ersucht, dann bitteschön ist es sein gutes Recht, da muss ihn keiner vor “warnenâ€?. Und dann kommen diese Leute jetzt auch noch mit platten Drohungen daher, wenn der PrĂ€si es wagen sollte, eine Entscheidung zu treffen (die er ja noch garnicht getroffen hat, so nebenbei), die diesen Möchtegern-Moralaposteln (Politiker und Moral? Das ist wie ein Stricher, der von Zölibat schwafelt) da nicht gefĂ€llt - wie lĂ€cherlich, nein, wie peinlich, nein, wie unverschĂ€mt und verachtenswert ist das denn?

Wenn Hotte cool wĂ€re mĂŒsste er die Begnadigung eigentlich aussprechen - schon um nicht in den Ruch zu kommen, erpressbar zu sein bzw. an seinem Pöstchen zu kleben, dessen Verlust man ihn da androht, wenn er es wagen sollte, seinen Job souverĂ€n auszuĂŒben, wie es die Verfassung vorsieht. Und Klar kann sich dann beim Söder und Konsorten bedanken dafĂŒr, dass sie Hotte im Prinzip gezwungen haben, zu seinen Gunsten zu entscheiden. Im Prinzip lassen die ihm ja schon fast keine andere Wahl, will er nicht als völlig rĂŒckgratlose Marionette dastehen.

Mal sehen, was Hotte, den ich persönlich bislang nicht fĂŒr einen “gutenâ€? BundesprĂ€si halte und damals zu seiner Wahl schon meine Zweifel hatte, ob ein BWLer als PrĂ€si eine so tolle Wahl wĂ€re - und Hotte Köhler konnte diese Zweifel ja auch bislang nicht zerstreuen - da jetzt macht. Ich traue ihm durchaus auch zu ihm auch zu, einzuknicken und zu vergessen, welches Amt er da grade inne hat.

Aber vielleicht ĂŒberrascht er mich auch zum zweiten Mal positiv. Das erste Mal hat er das (besser spĂ€t als nie) grade diese Woche, als er - auch den schwarzen Scharfmachern zum Trotz - das Treffen mit Klar tatsĂ€chlich durchgezogen hat. Vielleicht ist das ein Zeichen, dass er sein Amt und die damit verbundenen Aufgaben ja doch so Ernst nimmt, dass er sich von seinen klĂ€ffenden “Parteifreundenâ€? nicht populistisch reinreden lĂ€sst.

Schön wĂ€re es, dann kann ich mir nĂ€mlich doch noch die Hoffnung aufrecht erhalten, dass es mit der demokratischen Kultur in diesem Land nicht ganz vorbei ist sondern “nurâ€? halt grade ein bisschen schwĂ€chelt, was sich aber vielleicht, irgendwann, wieder erholen könnte. Was weiß ich, in zehn - fĂŒnfzehn Jahren oder so


Kommentar

Habe ich das richtig verstanden?

Beckstein ruft indirekt die Terroristen der Welt auf, endlich einen Anschlag in Deutschland zu verĂŒben, indem er ihnen verspricht, dass ein solcher auch wirklich genau das bewirkt, was so ein Terrorist mit seiner TĂ€tigkeit beabsichtigt?

Also Hysterie auslösen wird, dafĂŒr sorgen wird, dass sich danach um BĂŒrgerrechte keiner mehr scheren wird und nicht etwa ihnen sondern denjenigen, denen das letzte Restchen Freiheit zumindest vorgeblich noch etwas bedeutet bei Erfolg auch noch die Schuld in die Schuhe geschoben werden wird?

Nach dem Motto “Aus D wird nie ein ordentlich repressiver Polizei- und MilitĂ€rstaat, wenn ihr nicht endlich einen gescheiten Anschlag hinbekommt!â€? ?

Kommentar

Callcenter - oder: fĂŒr wie blöd halten die einen denn?

Ruft gerade eben ein Callcenter an, die ĂŒbliche Frage ob man ein paar Fragen fĂŒr “eine Umfrageâ€? stellen dĂŒrfe. Ich bin guter Laune und entsprechend gespannt, was die heute probieren (Eine Umfrage “zum Thema NASAâ€? wurde in Aussicht gestellt) und sage “OK, ausnahmsweise dĂŒrfen Sie mich fragenâ€?, wohl wissend, dass diese “Umfrageâ€? keine ist, denn sonst hĂ€tte der Mensch am anderen Ende der Leitung ja erstmal brav aufgesagt, fĂŒr wen und zu welchem Zweck die “Umfrageâ€? stattfĂ€nde und auf welches EinverstĂ€ndnis sie sich berufen, mich anzurufen, wie EMNID, Wahlforschung, und wie sie alle heißen, bei denen ich schon echte Umfragen mitgemacht habe, es ĂŒblicherweise tun. Zumal ich neugierig bin, was die mich denn ĂŒber “die NASAâ€? zu fragen versuchen. Nach dem ĂŒblichen “Ich hatte Ihren Namen nicht verstandenâ€? und “Und wie war nochmal der Name des Callcenters?â€? und deren Beantwortung durfte der Mann also - explizit “ausnahmsweiseâ€? - loslegen.

Und so fragt er also als erstes, ob ich schon mal was von der NASA gehört habe. “Klarâ€?, sag’ ich, “natĂŒrlichâ€?.

Die zweite Frage lautet dann, ob ich wĂŒsste, dass die NASA Teile fĂŒr den Bau von Robotern “herstelleâ€?. “Neinâ€?, sag’ ich, “dass die Teile selbst herstelltenâ€? wĂŒsste ich nicht und ich sei auch eher der Meinung, “die NASAâ€? als Behörde wĂŒrde solcherlei Teile eher bei Firmen, die ĂŒber die Möglichkeit der Herstellung von speziellen Teilen verfĂŒgen, in Auftrag geben und kaufen oder entsprechende Forschung bei solchen Firmen oder speziellen Forschungseinrichtungen wie Unis (das MIT z.B., das bekanntermaßen u.a. am Apollo-Programm mitarbeitete) o.Ă€. finanzieren.

Mit dieser zweiten Frage war “die Umfrageâ€? dann allerdings zu meiner offensichtlichen EnttĂ€uschung schon beendet. Ich dachte ja, dass man wenigstens den Anschein einer echten Umfrage wahrt und mindestens fĂŒnf, besser rund zehn Fragen stellen wĂŒrde, aber man wollte wohl schnell zum Ziel kommen. Als nĂ€chstes kam nĂ€mlich schon die AnkĂŒndigung man wĂŒrde “michâ€? (genuschelter Nebensatz: wenn ich “einverstandenâ€? sei) in eine Tombola geben und mich, wĂŒrde ich “gezogen werden, gegebenenfalls nochmal anrufenâ€?.

So lachte ich also lauthals und meinte “Haha, nein, bitte machen Sie das HĂ€kchen unbedingt bei ‘nicht einverstanden’, ich habe keine Lust, die nĂ€chsten Wochen stĂ€ndig irgendwelche Lotteriegewinne angeboten zu bekommenâ€?. Der Mann sagte zu, dies zu tun.

Ich bedankte mich brav, dass ein Callcenter mehr mir Gelegenheit gegeben habe, meine Telefonnummer unter “nicht einverstanden, dass man anruftâ€? gelistet zu haben, das erhöhe die Chancen, vielleicht einmal weniger mit Spamanrufen belĂ€stigt zu werden.

Schade, ob denn die nun nicht erfolgenden Anrufe fĂŒr die NKL oder die SKL erfolgt wĂ€ren, wollte er mir dann allerdings doch nicht mehr sagen.

Kommentar

Medienvermeidung

Ach hĂ€tt’ ich heut bloß keine Nachrichten geguckt, dann mĂŒsste ich nicht wieder völlig genervt von unseren Politikerdarstellern sein, und ebenso von so manchem, der sich gern als Journalist sĂ€he.

Amoklauf in einer Schule. Und wieder fĂ€llt keinem was anderes ein als irgendwas erschießen verbieten zu wollen, mal wieder irgendwelche Computerspiele am besten (denn das spielen diese Leute ja nicht, ist also fĂŒr sie kein Verlust, im Gegensatz z.B. wĂ€re das Angehen von SchĂŒtzenvereinen unschön, denn dort kann man ja im Trachtenjankerl auf Stimmenfang gehen).

Von “Internetpolizeiâ€? ist die Rede, die “gewaltbereite Jugendliche aufspĂŒrenâ€? soll. Von “Killerspielen, die in die gleiche GrĂ¶ĂŸenordnung wie Kinderpornogrphie gestellt werdenâ€? sollen. Und davon, dass “Gesetzgebung nicht vor der privaten HaustĂŒr aufhörenâ€? dĂŒrfe. OK, auch nichts Neues.

Ist ja auch fein, denn dann muss man sich - wie immer - nicht um die echten Ursachen kĂŒmmern, um eine Gesellschaft, die die, die es nicht packen nicht nur fallenlĂ€sst sondern noch dazu als “Sozialschmarotzerâ€? oder Ă€hnliches verunglimpft und ihnen nicht mal mehr das Recht zum Bejammern ihrer Situation zugesteht, geschweige denn natĂŒrlich, Möglichkeiten aufzuzeigen, sie Ă€ndern zu können.

Dann muss man sich nicht um den inzwischen noch stĂ€rker als zu meiner Zeit gewachsenen Druck und gnadenlosere Auslese in den Schulen kĂŒmmern - bzw. hinterfragen, ob dieser von der Politik ja so eingerichteten VerhĂ€ltnisse nicht vielleicht doch keine so tolle Idee gewesen sein könnten. Dann muss man nicht zugeben, dass alle “Fordern und Fördernâ€?-SprĂŒche reine PR sind, was das â€œĂ¶â€? betrifft, in Zeiten immer weiter gekĂŒrzter oder gleich mal komplett gestrichener Etats fĂŒr JugendhĂ€user, Aktionen und Initiativen.

Wo bitte sind denn die Journalisten, die den Namen noch verdienen, und die den Stoibers, Merkels & Co. ihre dummen, populistischen Law & Oder-SprĂŒche um die Ohren hauen und sie mit der RealitĂ€t konfrontieren, die mal eben garnichts mit Computerspielen, aber dafĂŒr viel mit sozialer KĂ€lte, politischer und gesellschaftlicher Inkompetenz und einem von die RealitĂ€t flĂŒchtenden Politikern verursachte Stimmung zu tun hat, durch die immer weniger Menschen in immer engere Normen passen und die die aus dieser rausfallen keine Perspektive mehr fĂŒr ihr Leben finden?

Wo sind die Journalisten, die einem Politiker, der seinen MĂŒll in ihr Mikro seiert, einfach mal sagt: “Und diesen Schwachsinn meinen sie jetzt Ernst und soll die Antwort auf ein breites soziales Problem in unserer Gesellschaft von wenigen Gewinnern und immer mehr Verlieren sein? Das graue Zeug da zwischen ihren Ohren, benutzen sie das eigentlich auch irgendwann mal fĂŒr was anderes als ihren momentanen persönlichen Vorteil oder volksverdummenden Blödsinn loszulassen? Welches Volk vertreten sie denn so als “Volksvertreterâ€? eigentlich? Schon mal da drĂŒber nachgedacht?â€?

Aber was reg’ ich mich auf - erstens hab’ ich das ja mehr als einmal alles schonmal gesagt, und zweitens wird wieder nichts anderes passieren als etwas wilder Aktionismus, irgendwelche GesetzesverschĂ€rfungen, die noch mehr Leute willkĂŒrlich kriminalisieren, wĂ€hrend “echteâ€? KriminalitĂ€t immer noch nicht mehr wird, auch wenn es Medien und Politik so gerne anders hĂ€tten, und ich darf mich in einem Monat, einem Jahr, oder gleich morgen wieder fragen, warum eigentlich wieder alle ganz ĂŒberrascht sind, denn letztlich ist das alles, Ursache wie Auswirkung, ein alter Hut.

Ich hab’ sowas von die Schnauze voll von diesen ganzen dilettantischen Arschlöchern da in Politik und Medien. Wenn man die wenigstens einfach ignorieren könnte in ihren Scheinwelten da, aber das geht ja auch nicht, denn es ist ja nicht nur dummes GeschwĂ€tz, die machen ja auch noch irgendwelches Zeugs, das dann sehr reale Auswirkungen hat auf z.B. auch mein Leben. Oder eben auf das von Leuten, die nie gelernt haben, mit ihrer Wut und ihrem Frust, ĂŒberhaupt nicht wahrgenommen zu werden, und wenn, dann als “Loserâ€?, der’s am besten auch nicht anders verdient hat, anders umzugehen als gewalttĂ€tig zu werden.

Und so erwarte ich die nĂ€chsten â€œĂŒberraschtenâ€? und “schockiertenâ€? Schlagzeilen von “unverstĂ€ndlichenâ€? Taten.

Wenn der nĂ€chste Massenmörder allerdings ein Trachtenjankerl im Schrank hĂ€ngen hat, dann möchte ich bitte sĂ€mtliche TrachtenumzĂŒge verboten wissen. Und die Kundendatenbanken von “Landhaus Modenâ€? sofort in die Rasterfahndung ĂŒberfĂŒhrt. Und Leute, die sich öffentlich in Tracht zeigen bitte prĂ€ventiv erstmal einbuchten.

Zum konkreten Thema hat Jens inzwischen ein paar Sachen zusammengetragen, wunderbar, dann kann ich mir das ja sparen.

Und die Nachrichten in den nÀchsten Tagen meiden.

Ist besser fĂŒr den Blutdruck.

Und senkt die Gefahr, Amok zu laufen.

Achso, und vielleicht liest ja mal einer von euch Politikern oder Journalisten den Abschiedsbrief des Typen, der da rumgeballert hat. Am besten, bevor er/sie den Mund aufmacht und irgendwelche eigenen “Überlegungenâ€? zum Besten gibt.

Da steht nĂ€mlich, finde ich, ziemlich deutlich und eindeutig drin, warum er das gemacht hat - und das “warumâ€? fragt ihr doch allenthalben, oder? Achso, rhetorische Frage, sorry dann


Denn: Oh Wunder: es ist etwas völlig anderes als ihr interpretiert, hofft, vermutet, postuliert. Und, oh weiteres Wunder: es ist verstÀndlich.

(bevor jetzt wer Panik kriegt: nein, nur weil ich etwas verstehe muss ich es nicht befĂŒrworten oder entschuldigen. Oder gar selber so sehen. Ich weiß, sollte klar sein. Aber ich sag’s lieber trotzdem nochmal. Nicht, dass die “Internet-Polizeiâ€? auf komische Gedanken
)

P.S.: an die, die die Veröffentlichung dieses Briefes Scheiße finden, weil sie “Glorifizierungenâ€? fĂŒrchten, oder “Nachahmerâ€?: Dann mĂŒsste man auch “Die Leiden des jungen Wertherâ€? von Goethe verbieten, um Selbstmord als Möglichkeit, aus jugendlicher Depression zu fliehen, als “Beispielhaftâ€? auszuschließen. Aber so wie die große Mehrheit nunmal Alternativen auch zu dieser “Möglichkeitâ€? findet, so findet eine Mehrheit auch Alternativen zu AmoklĂ€ufen oder Gewalt im Allgemeinen.

Gegen Dinge allerdings, die versucht werden aus der Wahrnehmung zu nehmen, kann man sich nicht frei entscheiden, denn meine Entscheidungen kann ich nur an dem ausrichten, was ich auch wahrnehmen kann. Deshalb hat dieser Typ auch so entschieden: er konnte keine Alternative, keine Zukunft und keine “Verbesserungsmöglichkeitâ€? wahrnehmen, um sich fĂŒr diese und gegen die Destruktion zu entscheiden. Ja, teils liegt das an seiner eigenen Wahrnehmung, die ihn blind sein ließ gegenĂŒber Alternativen. Aber teils liegt sowas auch an einer Gesellschaft und deren “Leitfigurenâ€?, dass diese Alternativen nicht mehr als erreichbar gelten - oder gar als nicht (mehr) vorhanden


Kommentar

Terror fĂŒrs Wirtschaftswachstum

Juhuu, endlich haben wir unsere eigenen Terroristen, endlich Sondersendungen, Überschriften wie “Der Terror ist in Deutschland angekommen” zieren die Gazetten, das ganze auch noch rechtzeitig zum Ende der politischen “Sommerpause”, so dass man auch dort ein Thema hat, auf das man sich stĂŒrzen kann, um ja nicht in die Verlegenheit zu kommen, etwa dringende Probleme wie Kinderarmut (die ja auch “nur” ein Symptom fĂŒr viel grĂ¶ĂŸere Probleme ist), eine boomende Selbstbedienungs-Wirtschaft, die an der Bevölkerung völlig vorbeigeht, das Bildungs-Desaster und was da sonst noch so an kleinen und großen Aufgaben drĂ€ut angehen zu mĂŒssen.

Oder zugeben zu mĂŒssen, dass man weder Plan oder Interesse hat, da ran zu gehen, letzteres auch, weil man unter UmstĂ€nden schon an der Karriere nach der Karriere bastelt?

Denn irgendwie stimmt es schon komisch, wenn Ex-Politiker plötzlich in VorstĂ€nden oder AufsichtsrĂ€ten von Konzernen oder LobbyverbĂ€nden auftauchen, wie als rein zufĂ€llig herausgegriffenes aktuelles Beispiel ein Herr Schilly, seiner Zeit zufĂ€llig derjenige, der den E-Pass einfĂŒhrte und nun zufĂ€llig in den AufsichtsrĂ€ten von Byometric Systems AG und SAFE ID Solutions sitzt - Firmen, die im Bereich Iriserkennung und Hard- und Softwareproduktion fĂŒr biometrische ReisepĂ€sse tĂ€tig sind (via). Ein Schelm, der sich was Böses dabei denkt


Jedenfalls haben “wir” endlich eigene Terroristen, und endlich können die “Sicherheitsexperten” und vor allem jene, die sich dafĂŒr halten wieder mit ihren WĂŒnschen und Begehrlichkeiten hausieren gehen, krĂ€ftig unterstĂŒtzt von Medien (nicht alle, es gibt positive Ausnahmen, die genauer hinschauen, was da - auch von den Kollegen - plötzlich unreflektiert gefordert wird), die sich ĂŒberschlagen mit neuen Spekulationen (denn irgendwas fundiertes wissen die ja auch nicht wirklich) und Bedrohungsszenarien, nach denen morgen schon der Wochenmarkt in Dingdongfliesingen oder Hinterwaldklabusterungen Ziel eines Massakers sein könnte, dem Tausende, nein Millionen zum Opfer fallen werden.

Und so ruft alles nun nach noch mehr Überwachungskameras (Ja wie, haben nicht die, die es schon gibt, zu dem Fahndungserfolg gefĂŒhrt, wie die Spindoctors uns gerne Glauben machen wĂŒrden? Mal davon ab: haben sie nicht, denn der Typ wurde ja nicht von Kameras sondern auf Grund eines Tipps des libanesischen Geheimdienstes gefasst. Geht aber grade wieder unter, natĂŒrlich. Und was sollen die verhindern??? SelbstmordattentĂ€ter, die sich denken “Mist, wenn ich mich dort hinten sprenge kriegen sie mich, weil sie mich dann auf Band haben
”???), natĂŒrlich sollen alle möglichen Daten nun lĂ€nger und vor allem schön zentral archiviert werden, am besten digital, so dass noch in zwei Jahren das Material biometrisch durchforstet werden kann und FinanzĂ€mter Fahnder feststellen können, wo jeder, dessen Foto eingespeist wird, zu einem bestimmten Zeitpunkt war (man kann das ja dann mit den Einlogdaten des Handys abgleichen und mit den Erfassungen der Kameras des Mautsystems oder so) - wer nichts zu verbergen hat, dem sollte das ja nix ausmachen, gelle?

Im Radio faseln sie sogar völlig schmerzbefreit ĂŒber bewaffnete Zugbegleiter - juhuu, der erschießt dann die Kofferbombe, die irgendwo in einem Bahnhof rumsteht? Oder soll der eine jener hĂ€ufigen und gefĂ€hrlichen ZugentfĂŒhrungen verhindern (Szenario “Hey, LokfĂŒhrer, Du fĂ€hrst jetzt nicht nach MĂŒnchen sondern nach Dubai, sonst ramm’ ich dir den Mitropa-Plastiklöffel ins Kreuz!”)?

(Das einzig beruhigende an diesem Kasperletheater ist ja, dass dieser ganze Dreck sowieso nix bringt und auch nicht funktioniert, weil die, die das Zeug technisch “realisieren” noch dilettantischer sind als die, den Murks vorantreiben)

Mal schaun, da wird’s doch mal wieder Zeit fĂŒr die Forderung nach Bundeswehr im Inland, oder? Wo bleibt das denn eigentlich, haben die das aus Versehen vergessen?

Warum eigentlich nicht gleich das blöde Grundgesetz endlich abschaffen, das Kriegsrecht ausrufen, Ausgangssperre ab 18 Uhr - ach nein, ab 20 Uhr, bis dahin muss ja konsumiert werden fĂŒr das Wirtschaftwachstum der oberen 2%, sorry ich vergaß - danach aber natĂŒrlich alles nach Hause und brav Werbung gucken, fĂŒr den nĂ€chsten Tag.

Habt ihr Flachhirne eigentlich mal drĂŒber nachgedacht, dass ihr genau das macht, was die Terroristen wollen, mit eurer Hosenscheißerei? “Ui”, denken die sich da, “das macht ja richtig Eindruck was wir da tun”, denken die sich da. “Ui, lass uns doch noch einen draufsetzen”, denken die sich da. Das sind nĂ€mlich Ă€hnlich Hirnsedierte wie ihr. Die denken da Ă€hnlich wie ihr. Überlegt mal, wie geil ihr es findet, euere eigenen Fressen in den Medien zu sehen, egal welche und wurscht warum. Gell? Und die erstmal!

Hirnsedierten ein Übermaß an Aufmerksamkeit zukommen zu lassen aber lĂ€sst die sich erst richtig wichtig fĂŒhlen, und auch völlig der RealitĂ€t entgleiten. Kann man ja schön an euch selber sehen.

Einen Scheiß geb’ ich auf die “Terroristen”. Wir haben echte Probleme hier im Land. Kriegt endlich eure korrupten Ärsche hoch! Bevor euch von ganz anderer Seite in ebenjene getreten wird, dann, liebe Leute, ist die Kacke aber wirklich mal am dampfen!

Ach ich rech mich uff - ich darf echt keine Nachrichten mehr gucken oder hören. Krieg ich bloß so’nen Hals von.

Nachtrag: Die (sowohl die wie jene) sollten lieber mal ‘nen guten Film schauen, vielleicht kapiern die ja dann mal worum’s geht im Leben:


7 Kommentare

  1. bembelkandidat meint dazu:,

    22. August, 2006
    @ 16:19

    wichtige themen, die du da ansprichst! angst verstĂ€rken, schĂŒren, um dahinter all’ die sauereien zu verstecken, worĂŒber sich die leute sonst vielleicht aufregen wĂŒrden. gleichzeitig die ĂŒberwachung ausbauen, um, ja um wen eigentlich besser kontrollieren zu können
???!!!
    hm, finde mal wieder die trackback-uri nicht, sorry, daher manuell:
    “
 schon mal ĂŒberlegt, wer wirklich ĂŒberwacht werden soll? wer letztlich beobachtet wird? richtet sich das geschrei nach mehr ĂŒberwachung wirklich (nur) gegen die tatsĂ€chlichen und vermeintlichen terroristen???
 “
    http://www.iminform.de/blog/bembelkandidat/2006/cctv-wollt-ihr-die-totale-ueberwachung/

  2. bembelkandidat meint dazu:,

    22. August, 2006
    @ 16:20

    grmpf, nach dem kommentieren erscheint die uri brav unter dem kommentar


  3. joe_f meint dazu:,

    22. August, 2006
    @ 16:37

    Mit diesem ganzen Terrorgedöns verbindet mich ja eine, Ă€h, besondere Erfahrung, letztes Jahr im Wahlkampf. Da tingelte dieser Binninger, der letztens die “sinnvolle” Idee hatte, so genannte “Rail Marshalls” einzusetzen, durch seinen Wahlkreis im Landkreis Böblingen. An einem Tag hatte er den Schönbohm im Schlepptau, und ich schrieb fĂŒr mein Provinzblatt darĂŒber. Schönbohm erklĂ€rte, er wisse nicht, wo die Grenze ist, Binningers Meinung war ebenfalls, nun ja, vorgefasst. Diese Leute lassen kein bisschen mit sich reden und sind so scharf darauf, die Demokratie besser heute als morgen anzuschaffen. Meines Erachtens hat das schon krank- und zwanghafte ZĂŒge. ErklĂ€ren kann ich mir das nicht. Was ist denn bitte so geil daran, BĂŒrgerrechte abzuschaffen? Mir kommt immer wieder der Gedanke: Der Konservatismus muss dringend auf die Couch. Am besten lebenslang.

  4. Sven meint dazu:,

    22. August, 2006
    @ 17:07

    Ja, bembel, und bei mir in der Moderation - mein SpamKarma ist recht empfindlich justiert, weil ich lieber einen guten Kommentar eine Stunde spĂ€ter per Hand freischalte (und ihn damit auch noch gleich mitbekomme ;-) ) als dreißig Spams per Hand aus onlinestehenden Kommentaren rauszupopeln :-)

    (Aber ich werd’ mal ins Template gehen und einen Satz schreiben, der um Geduld bittet, falls ein Kommentar nicht gleich da ist, damit man wenigstens weiß, dass es nicht an einem selber liegt, wenn man was abschickt und das nicht aufzutauchen scheint
)

    (so, erledigt :-) )

  5. Sven meint dazu:,

    22. August, 2006
    @ 17:37

    joe, das erklĂ€r’ ich mir ganz leicht, das ist ganz einfach die Angst alter MĂ€nner vor Kontrollverlust. Am Stammtisch heißt das “Wo kĂ€men wir denn dahin, wenn jeder machen könnte was er will” oder die “Hottentotten” werden beschworen.

    Das sind psychologisch gesehen ganz ganz arme Schweine, deren eigenes Leben völlig Angst- und damit Fremdbestimmt verlĂ€uft, Angst vor VerĂ€nderung, Angst letztlich vor dem Tod, die bis in alltĂ€glichste Kleinigkeiten hineinreicht. Die Reaktion auf diese Angst zeigt sich in psychotischem Verhalten (”Mehr desselben” - hier: Mehr Kameras, mehr Kontrolle, usw.), das natĂŒrlich nichts nĂŒtzt sondern (und deshalb) damit den Wunsch nach “noch mehr” wachsen lĂ€sst (sonst wĂ€r’s ja nicht psychotisch) - zu beobachten ist dieses Muster z.B. auch bei Ko-AbhĂ€ngigkeiten Marke “Wenn ich mich nur genug anstrenge, dann Ă€ndert sich
” 
natĂŒrlich garnichts, sondern sorgt eben gerade dafĂŒr, dass alles so bleibt oder schlimmer wird, worauf man sich noch mehr anstrengt, es noch schlimmer wird, usw


    So wie Terroristen sich freilich, wie kleine Kinder, ebenfalls bestĂ€tigt fĂŒhlen, wenn die Reaktion der Elterninstanzen eine sofortige Aufmerksamkeit ist (denn es ist wurscht, ob die Aufmerksamkeit “positiv” oder “negativ” ist - wer mit Kindern zu tun hat, weiß das). Denn auch das Verhaltensmuster von Terroristen weist psychotische (wie auch neurotische) Muster auf bzw. braucht solche HintergrĂŒnde.

    Mit Menschen, die in solchen psychotischen Mechanismen gefangen sind, kann man nicht “reden”, solange sie nicht selbst (und vor sich selbst) erkennen/akzeptieren, dass sie da ein Problem haben, dass ihnen letztlich keiner außer ihnen selbst lösen kann - erzĂ€hl’ nem Alki, der sich mitten im Suchtverhalten befindet, dass er Alkoholiker ist
.

    Nur ist ein Grund halt noch lange keine Entschuldigung. Und ob ich beruhigter bin, zu wissen, dass da auf allen Seiten Psychotiker und Neurotiker sitzen weiß ich auch nicht so recht
 dein Gedanke mit der Couch ist da schon ganz treffend. *schluck*

Kommentare (1)

Mauerbau II

Na sowas, man hat es nicht mal mehr nötig auch nur ein Jahr zu warten, um seine ÜberwachungsgelĂŒste nochmal auf den Tisch zu bringen?

Die Ungeduld muss ja groß sein, wenn man nur noch fĂŒr sieben Monate die FĂŒĂŸe still halten kann


Kommentar

« 1 2 3 4 »
ï»ż