Neues aus DE: Was macht eigentlich einen Polizeistaat aus?
SĂĽddeutsche: “Achtung Achtung!”
[…] In einer Einzelzelle auf dem Polizeipräsidium verbringt Samir, wie er später sagt, »die schlimmste Nacht meines Lebens«. Er versteht nicht, warum er hier ist. In den Nachbarzellen schreien die Betrunkenen; es ist Oktoberfest. Samir hat Angst. Angst hat ihn hierher gebracht. Nicht seine eigene, sondern die Angst eines ganzen Landes: Am nächsten Morgen erklärt ihm die Richterin, er werde verdächtigt, ein Attentat auf das Oktoberfest zu planen. […]
Leibowitz: “Was mit Polizei und BĂĽrgerrechten”
[…] Morgens kurz nach 8 Uhr wurden Frau Leibowitz und ich durch wĂĽstes Sturmklingeln an der HaustĂĽr geweckt. Wie meistens war sie schneller aus dem Bett als ich und öffnete die TĂĽr. Damit begann unser morgendlicher Albtraum. Während ich versuchte in eine Jeans zu kommen, stĂĽrmten drei Herren und eine Dame der Kriminalpolizei wie ein Rollkommando unsere Wohnung und trieben uns in die KĂĽche. Von dem Lärm geweckt kam auch die Tochter von Frau Leibowitz aus ihrem Zimmer und wurde ebenfalls in der KĂĽche festgehalten. Richtig vorgestellt hat sich von der Polizei eigentlich niemand, der Leiter der Aktion brĂĽllte nur irgendwas von Durchsuchungsbefehl und dass wir uns viel Ă„rger ersparen könnten, wenn wir alles sofort zugeben. Bis dahin hatte ich keinen blassen Schimmer um was es ĂĽberhaupt ging […]
Alles bedauerliche Einzelfälle







