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Archiv des Monats February, 2007

Callcenter - oder: fĂŒr wie blöd halten die einen denn?

Ruft gerade eben ein Callcenter an, die ĂŒbliche Frage ob man ein paar Fragen fĂŒr “eine Umfrageâ€? stellen dĂŒrfe. Ich bin guter Laune und entsprechend gespannt, was die heute probieren (Eine Umfrage “zum Thema NASAâ€? wurde in Aussicht gestellt) und sage “OK, ausnahmsweise dĂŒrfen Sie mich fragenâ€?, wohl wissend, dass diese “Umfrageâ€? keine ist, denn sonst hĂ€tte der Mensch am anderen Ende der Leitung ja erstmal brav aufgesagt, fĂŒr wen und zu welchem Zweck die “Umfrageâ€? stattfĂ€nde und auf welches EinverstĂ€ndnis sie sich berufen, mich anzurufen, wie EMNID, Wahlforschung, und wie sie alle heißen, bei denen ich schon echte Umfragen mitgemacht habe, es ĂŒblicherweise tun. Zumal ich neugierig bin, was die mich denn ĂŒber “die NASAâ€? zu fragen versuchen. Nach dem ĂŒblichen “Ich hatte Ihren Namen nicht verstandenâ€? und “Und wie war nochmal der Name des Callcenters?â€? und deren Beantwortung durfte der Mann also - explizit “ausnahmsweiseâ€? - loslegen.

Und so fragt er also als erstes, ob ich schon mal was von der NASA gehört habe. “Klarâ€?, sag’ ich, “natĂŒrlichâ€?.

Die zweite Frage lautet dann, ob ich wĂŒsste, dass die NASA Teile fĂŒr den Bau von Robotern “herstelleâ€?. “Neinâ€?, sag’ ich, “dass die Teile selbst herstelltenâ€? wĂŒsste ich nicht und ich sei auch eher der Meinung, “die NASAâ€? als Behörde wĂŒrde solcherlei Teile eher bei Firmen, die ĂŒber die Möglichkeit der Herstellung von speziellen Teilen verfĂŒgen, in Auftrag geben und kaufen oder entsprechende Forschung bei solchen Firmen oder speziellen Forschungseinrichtungen wie Unis (das MIT z.B., das bekanntermaßen u.a. am Apollo-Programm mitarbeitete) o.Ă€. finanzieren.

Mit dieser zweiten Frage war “die Umfrageâ€? dann allerdings zu meiner offensichtlichen EnttĂ€uschung schon beendet. Ich dachte ja, dass man wenigstens den Anschein einer echten Umfrage wahrt und mindestens fĂŒnf, besser rund zehn Fragen stellen wĂŒrde, aber man wollte wohl schnell zum Ziel kommen. Als nĂ€chstes kam nĂ€mlich schon die AnkĂŒndigung man wĂŒrde “michâ€? (genuschelter Nebensatz: wenn ich “einverstandenâ€? sei) in eine Tombola geben und mich, wĂŒrde ich “gezogen werden, gegebenenfalls nochmal anrufenâ€?.

So lachte ich also lauthals und meinte “Haha, nein, bitte machen Sie das HĂ€kchen unbedingt bei ‘nicht einverstanden’, ich habe keine Lust, die nĂ€chsten Wochen stĂ€ndig irgendwelche Lotteriegewinne angeboten zu bekommenâ€?. Der Mann sagte zu, dies zu tun.

Ich bedankte mich brav, dass ein Callcenter mehr mir Gelegenheit gegeben habe, meine Telefonnummer unter “nicht einverstanden, dass man anruftâ€? gelistet zu haben, das erhöhe die Chancen, vielleicht einmal weniger mit Spamanrufen belĂ€stigt zu werden.

Schade, ob denn die nun nicht erfolgenden Anrufe fĂŒr die NKL oder die SKL erfolgt wĂ€ren, wollte er mir dann allerdings doch nicht mehr sagen.

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Wahre Worte

Most of the trouble in the world is caused by people wanting to be important.

T.S. Eliot

(meine Rede
)

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Propaganda und PR

Die BBC-Doku “Propaganda in Americaâ€?, die auf YouTube in 6×10min-HĂ€ppchen aufgeteilt ist, beleuchtet die Entstehung und Entwicklung der sogenannten “Public Relationâ€? ausgehend von Freud und der “Entdeckungâ€? der Psychologie, die sich schnell nicht nur mit dem Individuum beschĂ€ftigte sondern auch mit der sogenannten “Masseâ€?, bis zu dem, wie sich PR als Manipulations-, Lobby- und Themensteuerungsinstrument heute darstellt.

Eine interessante Dokumentation (und Analyse), zum einen fĂŒr’s historische Interesse an Politik, Wirtschaftsentwicklungen und gesellschaftlichen PhĂ€nomenen, zum andern natĂŒrlich auch fĂŒr’s “fachlicheâ€?, egal ob es sich um das Themenfeld Werbung, PR oder Psychologie handelt - oder um Politik oder Soziologisches.

Persönlich empfinde ich viele der implizierten RĂŒckschlĂŒsse fĂŒr etwas weit gehend, man könnte am Ende meinen, der Mensch wĂ€re der PR “schutzlos ausgeliefertâ€? und könne tatsĂ€chlich beliebig manipuliert werden, da habe ich einfach einen andere Einstellung zu dem, was ich “freien Willenâ€? nennen möchte.

Zum anderen scheint mir das Teil hin und wieder in eine Wahrnehmungsfalle zu rutschen, der vor allem Verschwörungstheoretiker gern erliegen, nĂ€mlich, dass Entwicklungen im der RĂŒckschau schnell “gradlinigâ€? und damit geplanter und “gewollterâ€? erscheinen als sie waren - Folgerichtigkeiten einer Entwicklung entstehen auch ohne bewusste Steuerung und nicht jede KausalitĂ€t ist eine, die jemand bewusst und zielgerichtet angestoßen hat. Dinge gehen auch mal ihren Gang und fĂŒhren zu Folgen, ohne dass Involvierte da Hand anlegen - oft genug gar “trotzâ€? deren AktivitĂ€ten.

Bei Entwicklungen sieht man halt im RĂŒckblick nicht mehr irgendwelche Kreuzungen und Abzweigungen, die in die andere Richtung gesehen Wegen verschiedene Richtungen und Richtungswechsel verpassen, egal, ob die Abzweigungen bewusst gewĂ€hlt wurden oder es mehr oder weniger eine Windböe zu dieser Zeit war, die die Schritte nach links oder rechts weiterlenkten. weiterlesen »

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Amateur


(via)

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Zeitreise

Das hat Spaß gemacht. Fraktur-Schreibschrift hatte ich lang nicht mehr, und sowas kleines fĂŒr die Mittagspause, bei strahlendem Sonnenschein auf der Terasse, ist eine Gelegenheit, die ich mir nicht entgehen lassen kann. Und mich hat’s gefreut zu sehen, dass ich’s noch kann.

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‘nupf’n ‘n chust’n

Ich hasse ErkĂ€ltungen. Ich bin nicht gern krank, und bin es denn auch entsprechend selten so, dass man’s “merktâ€?. OK, einmal alle drei Jahre hab’ ich dann doch auch mal eine ErkĂ€ltung, die ich doch bemerke. Im Moment zum Beispiel. Alles geht schon seit Tagen so langsam oder sogar garnicht, dass ich nicht einen Termin sauber eingehalten bekomme. Und sowas hasse ich noch viel mehr als das blöde Rumgehuste. Ich mag mich nicht, wenn ich unpĂŒnktlich bin.

13.2.: wenigstens hab ich jetzt - auch mit VerspĂ€tung - beim “Eliteâ€?-Artikel eins drunter ein paar Bezugslinks eingebaut bekommen, so dass das Teil nicht völlig ohne ZusammenhĂ€nge daherkommt.

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Subjektive Betrachtung einer Spezies und Überlegungen, wie man mit ihr umgehen könnte

Disclaimer: Achtung, hier folgen Klischees, Pauschalierungen, Stereotypen und Vereinfachungen, die sĂ€mtlichen beteiligten Personen natĂŒrlich niemals nicht gerecht werden!

Wie ich ja schon angekĂŒndigt hatte, konnte ich beim Besuch in England einige meiner Beobachtungen und Überlegungen zur Frage, was fĂŒr sonderbare Leute da draußen in der Welt so herumlaufen, abgleichen. Mir ist klar, dass der Blickwinkel, fixiert auf einen einzigen Aspekt, sehr eng und spezifisch ist, aber das macht’s halt auch etwas simpler, und um etwas komplexes zu ĂŒberblicken ist es meiner Erfahrung nach hilfreich, erstmal stark zu vergröbern und zu simplifizieren.

So genau weiß ich noch nicht, ob ich mich jetzt darĂŒber freuen oder erschreckt sein soll, dass ich einige meiner Theorien, die bislang auf persönlicher Erfahrung in einem persönlichen Rahmen basierten, auch im anderen Bereichen bestĂ€tigt finden durfte (oder musste). Ich denke, ich freue mich eher, denn das macht es einfacher, ein paar simple Muster herauszuarbeiten und so ein wenig Linie in meinen Gedankensalat hineinzubringen. Darum werde ich mal versuchen, diesen ganzen Wust auf wenige Muster herunterzubrechen, so einfach und pauschal wie möglich und so unvollstĂ€ndig, wie es dadurch halt auch wird. Es ist also erstmal nichts weiter als “laut ins Unreine gedachtâ€?.

Und so beginne ich gleich zu Anfang mit einer Pauschalierung, die postuliert, dass es eine Gruppe “normalerâ€? Menschen in einer “normalenâ€? RealitĂ€t gibt, ohne auch nur im Geringsten auf die Frage nach “was ist normal?â€? und “Was ist RealitĂ€tâ€? oder gar “Gibt es eine allgemeine RealitĂ€tâ€? einzugehen ;-) weiterlesen »

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There and back again

Dochdoch, ich bin zurĂŒck aus Hobbitland, und es war interessant und spannend und wie ich glaube auch was den Anlass der Reise betraf durchaus erfolgreich. Wenn nur zwei Drittel der SingvĂžgel dort gut ankamen, wie wird das erst, wenn wir dort, wenn alles so funktioniert, wie von dort wie hier gewĂŒnscht, vielleicht in voller Besetzung aufschlagen können um zur weiteren UnterstĂŒtzung der “save-dartington-college-of-artsâ€?-Kampagne etwas Musik zu machen :-) ?

FĂŒr AusfĂŒhrliches brauche ich aber noch ein paar Tage, erstens, weil etwas Arbeit aufzuholen ist, zweitens, weil am Samstag dann der Gig in Ansbach angesagt ist, fĂŒr den am Donnerstag/Freitag noch etwas Vorbereitung nötig ist, und drittens, weil ich noch etwas Gedanken sortieren muss, damit das alles, was mir zu dem Thema ein- und aufgefallen ist, nicht ein einziger unĂŒbersichtlicher Wust wird. Denn zu den Themen Zwei-Klassen-Gesellschaft, Motivationen von Eliten und denen, die eine sein wollen und die höchst unterschiedliche (Be)Wertung von Kunst und Kultur seitens derer, die sie betreiben und derer, die sie “nutzenâ€? (und schließlich derer, die fĂŒr sich eine ExklusivitĂ€t aus anstreben) schwirrt mir da so einiges im Kopf rum, nach diesen paar Tagen.

Drum mĂŒssen jetzt erstmal ein paar Fotos reichen. Ich sagte ja unten, wir haben einen Zwischenstop in Averbury und Glastonbury gemacht. Drum von ebendort erstmal etwas Stimmung:

Schön war’s in Avebury am frĂŒhen Morgen, aber schweinekalt:

avebury

 
Auf Glastonbury Tor war’s dann zusĂ€tzlich hĂŒbsch windig, wie man sieht:

salisbury

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